Wischtechnik richtig anwenden

Wischtechnik

Die Wischtechnik ist vor allem bekannt aus mediterran eingerichteten Häuser oder Wohnungen, denn sie ist eine willkommene Alternative zu einfach gestrichenen Wänden. Mit dieser Technik lassen sich großflächige Muster an der Wand anbringen, welche dynamischer und strukturierter erscheinen. Doch zuvor sollten Sie entscheiden, ob Sie die Wischtechnik an mehreren oder nur an einer Wand, als Eye-Catcher, auftragen möchten. Besonders schön wirken Farbverläufe, die unten stärker aufgetragen und nach oben hin heller werden. Natürlich können Sie auch verschiedene Farben kombinieren, dabei sollten Sie aber darauf achten, dass die Farben derselben Farbfamilie angehören.

Als Werkzeug benötigen Sie entweder Naturschwämme, Wischhandschuhe oder grobe Bürsten. Jedes Werkzeug erzielt einen anderen Effekt: Mit einer Bürste erzielen Sie z.B. interessante Streifenstrukturen und mit einem Naturschwamm können Sie, im Gegensatz zu einem Wischhandschuh, besser die Ausdrucksstärke variieren und haben somit auch mehr Gestaltungsspielraum. Daher sollten Sie vorab auf einem Stück Pappe oder einer alten Tapete ausprobieren, welcher Effekt Ihnen am meisten zusagt. Dabei können Sie auch gleich ein Gefühl für Farbintensität, Wischbewegung und das entstehende Muster bekommen. Der Untergrund kann normaler Putz aber auch eine Raufasertapete sein. Doch je glatter der Untergrund ist, desto einfacher und besser lässt sich die Wischtechnik anwenden. Eventuell sollten Sie die Wand in Weiß vorstreichen und danach die Grundfarbe in einem etwas dunkleren Ton auftragen, da Sie so mehr Tiefe erreichen. Sie können sich zwischen drei Anwendungsmöglichkeiten der Wischtechnik entscheiden:

1. Möglichkeit:
Hier sollten Sie zu zweit arbeiten, denn die Farbe wird direkt auf die feuchte Wand aufgetragen. Eine Person trägt also die Grundfarbe auf und die andere wischt kurz darauf, z.B. mit einem angefeuchteten Wischhandschuh, in leichten kreisenden Bewegungen hinterher.

2. Möglichkeit:
Natürlich können Sie die Wischtechnik auch alleine anwenden. Dazu sollten Sie die Wand zuvor mit der Grundfarbe streichen und diese dann trocknen lassen. Danach füllen Sie die zuvor verwendete Grundfarbe in einen separaten Behälter und verdünnen diese, je nach Wunsch der Farbintensität, mit Wasser. Nun können Sie mit einem beliebigen Werkzeug die Wischtechnik auftragen.

3. Möglichkeit:
Möchten Sie jedoch nur einige Farbakzente setzen, so kann eine Person mit einem Pinsel Farbkleckse auf die Wand spritzen und eine zweite verwischt dann die noch frische Farbe zügig.
In jedem Fall sollten Sie aber darauf achten, dass Sie eine Fläche am besten ohne Unterbrechung bearbeiten, um unschöne Ränder zu vermeiden. Um problemlos in die Ecken und Kanten der angrenzenden Wände zu gelangen, decken Sie diese am besten mit etwas Pappe ab.

(Quelle Titelbild: fotolia)

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