Top 10: Asiatische Dekoartikel

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Der asiatische Wohnstil ist eine beliebte Art der Wohnungseinrichtung – auch in westlichen Regionen der Welt. Die Begeisterung für die fernöstliche Kultur wird gerne gänzlich oder teilweise in der eigenen Wohnung wiedergegeben. Manchmal geht es dabei rein um den ästhetischen Aspekt, oft stecken aber auch tiefgründige Motive bezüglich der kulturellen und religiösen Ansichten dahinter. Im Nachfolgenden stellen wir Ihnen zehn typische Dekoartikel des asiatischen Raumes vor und informieren Sie über die Hintergründe der einzelnen Elemente.

1. Buddhafigur

Die Buddhafigur gehört wohl zu den typischsten Elementen im asiatischen Einrichtungsstil. Sonderlich verwunderlich ist dies nicht, denn ebenso wie es beispielsweise in einem christlichen Umfeld normal ist, ein Kruzifix über die Tür zu hängen, ist es in einer asiatischen Wohnung selbstverständlich, Figuren buddhistischer oder hinduistischer Heiliger stehen zu haben. Darüber hinaus hat die Buddhafigur auch noch eine ganz spezielle Bedeutung: Der lachende Buddha soll dem Haus und der darin lebenden Familie Glück und Wohlstand – sowohl in finanzieller als auch sozialer Hinsicht – bringen. Die Materialien, aus denen die Figuren hergestellt werden, sind unterschiedlich, sollten allerdings Naturmaterialien wie Stein oder Lehm sein. Auch gibt es die Figuren in verschiedenen Größen und Darstellungen. Der Buddha kann klassisch im Lotussitz, aber auch stehend oder liegend dargestellt werden. Gerne werden die unterschiedlichen Darstellungsformen kombiniert und die Figuren in unmittelbarer Nähe zueinander aufgestellt.

"Steinmännchen" symbolisieren in der asiatischen Meditation Ausgeglichenheit. (Quelle: istockphoto)

„Steinmännchen“ symbolisieren in der asiatischen Meditation Ausgeglichenheit. (Quelle: istockphoto)

2. Asiatischer Steinhaufen

Aufeinandergestapelte Steine sind nicht unbedingt ein rein asiatisches Phänomen. Im Deutschen werden die gestapelten Steine Steinmännchen genannt und kommen in sehr vielen Ländern vor, beispielsweise in Grönland, Spanien oder auch Hawaii. Die kulturellen Hintergründe sind allerdings in jedem Land verschieden. Die bekanntesten asiatischen Steinmännchen stammen aus Tibet, weil sie dort besonders dekorativ gestaltet werden – mit Fahnen, Bändern und Tierskeletten. Sie dienen zum einen als Wegweiser, sollen aber auch böse Geister vertreiben und gute herbeilocken. Eine etwas modernere Verbindung zu gestapelten Steinen hat die asiatische Meditation. Die aufeinandergestapelten Steine symbolisieren das innere Gleichgewicht und damit auch die innere Ausgeglichenheit, die durch die Meditation herbeigeführt wird.

3. Lotusblüten

Die Lotusblüte ist ein Symbol, das vor allem im Buddhismus und Hinduismus verbreitet ist. Sie steht für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung. Zudem gehört sie im Buddhismus zu den acht Kostbarkeiten und stellt das Symbol für die Wirkung der buddhistischen Lehre und für den Lauf der Zeit dar. In China wird die Blüte mit verschiedenen Elementen in Verbindung gebracht. Besonders in Sachen Liebe ist sie allgegenwärtig: Sie steht für die Liebe selbst und für eine harmonische Ehe. Nicht zuletzt wird der Lotus – genauer die rote Lotusblüte – in China als Symbol für das weibliche Geschlechtsorgan verwendet. Die Lotusblüte ist also sowohl gesellschaftlich als auch religiös unterschiedlich konnotiert und spielt in beiden Bereichen eine sehr große Rolle.

4. (Zimmer-)Brunnen

Vor allem in Japan und China haben Brunnen und Wasserbecken eine lange Tradition. Die ersten bekannten Wasserspender und Wasserspiele gehen viele Jahrhunderte zurück und verinnerlichen noch heute teilweise die alten Traditionen. So wurden Steinbrunnen beispielsweise vor Tempeln aufgestellt, damit die Mönche sich vor dem Gebet waschen konnten. Das Wasserspiel Shishi-Odoshi hingegen wurde ursprünglich eingesetzt, um Vögel und andere Tiere von den Feldern zu verscheuchen. Dabei handelt es sich um eine Apparatur, bei der ein Bambusrohr wie eine Waage mit Gegengewicht positioniert und mit einem Wasserstrahl gefüllt wird. Ist der Wasserstand in dem Bambusrand zu hoch, kippt das leichte Ende nach vorne und stößt auf einen Stein, was ein Klopfgeräusch erzeugt. Heute finden sich Shishi-Odoshis oft in japanischen Gärten. Ansonsten sind leicht plätschernde Brunnen, die zum Garten als Ruhe- und Meditationsort beitragen, sehr beliebt.

5. Bonsai-Bäume

"Bonsai" ist eine spezielle asiatische Gartenkunst.

„Bonsai“ ist eine spezielle asiatische Gartenkunst.

Bonsai bezeichnet eigentlich nicht die Pflanze selbst, sondern die asiatische Gartenkunst, bei der Gewächse in kleinen Gefäßen gezogen und ästhetisch geformt werden. Die Gärtner nehmen sich bei der Zucht und Gestaltung ein Beispiel an den Baumdarstellungen der klassischen chinesischen Malerei. Da es eine explizite fernöstliche Kunst ist, darf ein Bonsai-Baum in keiner asiatisch eingerichteten Wohnung fehlen. Bonsai-Bäume unterscheiden sich nicht nur in ihrer gezogenen Form, sondern auch in ihrer Art. Es gibt viele verschiedene Holzarten, die bei dieser speziellen Gartenkunst verwendet werden, unter anderem Kiefer, Ahorne, Azaleen und Ulmen. Aufgrund der besonderen Art eines Bonsai-Baums ist auch eine besondere Pflege nötig. So muss ein Bonsai-Baum beispielsweise sehr gut gedüngt werden, damit das Wachstum erhalten bleibt – bedingt ist dies durch den begrenzten Platz für die Wurzeln. Traditionell wird hinter den Bonsai-Baum ein Rollbild mit einem Landschafts- oder Tiermotiv aufgehängt, während neben ihm eine Kontrastpflanze – beispielsweise Bambus – platziert wird.

6. Fächer

Ebenso wie die Steinmännchen sind Fächer kein rein asiatisches Phänomen. Vor allem in Europa waren sie zeitweise fester kultureller Bestandteil. Speziell in Japan wurde und wird der Fächer hauptsächlich als Requisit bei Tänzen verwendet, um die dargebrachte Gestik zu verdeutlichen. Unterschieden wird dabei zwischen dem Ōgi beziehungsweise Sensu und dem Uchiwa. Während ersterer ein klassischer Faltfächer ist, wie wir ihn auch aus Europa kennen, ist letzterer ein Blattfächer. Die Fächer weisen teils raffinierte und aufwendig gestaltete Bemalungen auf. Dies macht sie zu kreativen Wanddekorationen. Der Unterschied zwischen japanischen und chinesischen Fächern ist kaum zu erkennen, da die japanische Fächerkultur im 6. Jahrhundert stark von der chinesischen beeinflusst wurde.

7. Bambus

Bambus ist das bedeutendste Gewächs, das Asien zu bieten hat. 600 Arten stammen alleine aus China und Japan. Ohnehin ist der Bambus in China am weitesten verbreitet – und wird auch für alles Mögliche verwendet. Er ist Lebensmittel, Werkstoff, wir für die Herstellung von Textilien verwendet und beim Gartenbau genutzt. Auch viele Gebrauchsgegenstände werden in Asien aus Bambus hergestellt. Nicht nur Hüte und Körbe werden aus dem Material gefertigt, auch Messer und sogar Fahrräder sowie Musikinstrumente bestehen zu großen Teilen aus Bambus. Um das Gewächs in eine asiatisch eingerichtete Wohnung einzugliedern, können Bambusstäbe als Dekoration verwendet werden. Bambusmatten lassen sich ebenfalls dafür nutzen. In kleinerer Version eignen sie sich auch hervorragend als Untersetzer für Teller und Gläser. Auch Figuren aus Bambus sind erhältlich und können in einer Vitrine oder auf einem Regal platziert werden.

8. Asiatisches Teeservice

Der Genuss von Tee hat vor allem in der chinesischen Kultur eine große Bedeutung. Dementsprechend gehört auch ein entsprechendes Teeservice in jeden Haushalt, das Akzente des asiatischen Wohnens setzen möchte. Der Verzehr von Tee wird in China mit einer Teezeremonie eingeleitet, bei dem es grundsätzlich einen Teemeister gibt. Solche Zeremonien gibt es in unterschiedlicher Form. Die Bekannteste ist dabeiGongfu Cha, bei der das Geschirr zunächst mit heißem Wasser gereinigt und die Oolong-Teeblätter dann zwei Mal aufgegossen werden. Ein chinesisches Teeservice zeichnet sich hauptsächlich durch seine Teeschalen aus. Die Kanne wurde erst später zum Service dazu gezählt. Das Design kann sehr schlicht sein, allerdings auch hübsche Bemalungen aufweisen – vor allem, wenn das Geschirr aus Porzellan besteht. Am bekanntesten ist das Blau-Weiß-Porzellan, dessen Belege bis in die Yuan-Dynastie im 13. und 14. Jahrhundert zurückreichen.

9. Lampions

Die Kong-Ming-Laterne ist der Vorgänger des klassischen Lampions.

Die Kong-Ming-Laterne ist der Vorgänger des klassischen Lampions.

Der Lampion ist eine Lichtquelle, die ursprünglich aus China stammt und während eines militärischen Einsatzes als Rettungslicht erfunden wurde. Bei diesem Exemplar – der Kong-Ming-Laterne –handelte es sich um ein fliegendes Lampion, das nach dem Prinzip eines Heißluftballons in die Luft steigt. Heute gibt es verschiedene Arten des Lampions. Es gibt ihn in Form einer Laterne, bei der er an einem Stock hängt, gleichermaßen aber auch als typischen Gartenlampion, der an einer Schnur befestigt ist. Um die Herkunft zu verdeutlichen, werden Lampions im europäischen und angloamerikanischen Raum gerne mit chinesischen Schriftzeichen versehen. Sie stellen eine hervorragende Gartendekoraktion dar, die bei eintretender Dunkelheit für angenehmes Licht sorgen. In kleinerer Form können sie jedoch als Girlande auch innerhalb der Wohnung installiert werden. Auch gibt es sie als klassische Deckenbeleuchtung zu erwerben.

10. Asiatische Schriftzeichen

Asiatische Schriftzeichen werden im asiatischen Raum nicht nur als Kommunikationsmittel genutzt – sie sind auch Kunst. Nicht umsonst gibt es in Asien große Kalligrafie-Wettbewerbe, bei denen die Teilnehmer ausgezeichnet werden, die die Schriftzeichen am schönsten aufs Papier bringen. Daher ist es keine Seltenheit, dass beschriebene Papiere wie Gemälde an die Wand gehängt werden. Zudem finden sich auf vielen Einrichtungs- und Dekorationsgegenständen asiatische Schriftzeichen zur Verzierung. Eine moderne Alternative bilden dabei Wandtattoos mit entsprechenden Schriftzeichen. Mit diesen können Sie ihre Wand selbst zum Kunstwerk machen. Ob Sie große XXL-Wandtattoos oder kleine Schriftzüge nehmen, ist dabei von keiner großen Bedeutung. Welche Variante für Ihre Wohnung die bessere ist, hängt von Ihrem eigenen ästhetischen Empfinden ab.

(Quelle Titelbild: fotolia)

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