Tapezieren und umgestalten mit Zeitung – wie Sie Ihre Wände und Möbel individuell bekleben können

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Titelbild zeitung

Ist Ihnen Tapete oder ein weißes Regal auch oft zu langweilig?
Funktionieren Sie doch mal Zeitung als Tapete um, das geht einfacher als Sie denken und ist zudem auch ein wahrer Hingucker.
Im Nachrichtenwesen sinkt der Stellenwert des Druckerzeugnisses immer weiter – Designer hingegen schenken Zeitungen immer mehr Beachtung. Und das zurecht!
Mauervorsprünge und ganze Wände lassen sich ebenso wie Kommoden, Tische und Bilderrahmen ganz leicht damit bekleben.

Die richtige Vorbereitung

Romanseiten

Auch ausgerissene Romanseiten lassen sich als tapete verwenden und fördern den „Shabby Look“. (Quelle: istockphoto)

Um optimale Voraussetzungen zu haben, sollten die Wände, die sie bekleben wollen, eben und einfarbig sein. Am Besten lässt sich das Papier jedoch auf den blanken Beton aufbringen. Um zu vermeiden, dass zugespachtelte Stellen nachher sichtbar werden, ist es hilfreich die Wand vorher mit einer hellen Farbe zu grundieren. Bei Möbeln sollte das Holz fein angeschliffen und gründlich gereinigt werden. Sie benötigen einen Eimer, handelsüblichen Kleister und einen großen Pinsel. Bei Bedarf auch Klarlack, dazu aber später mehr. Der Kleister lässt sich im Anschluss problemlos auf dem Boden und an den Händen mit Wasser und Seife entfernen. Genügend Zeitungsausschnitte sind ebenfalls eine Voraussetzung.

Die Umsetzung

Nachdem der Kleister angerührt ist, tragen Sie ihn mit dem Pinsel auf die Wand auf. Nicht allzu großflächig, da das Auftragen der Zeitung zeitaufwendiger ist als das von Tapete. Lieber immer nur die ungefähre Größe des Ausschnitts einstreichen, da der Kleister auch sonst zu schnell trocknet. Nun können die Papierbögen auf die Wand geklebt und mit dem Pinsel aufgedrückt werden. Sollten sich die Zeitungsausschnitte überlappen, ist es notwendig erneut Kleister auf die Überschneidung aufzutragen. Achten Sie darauf, dass auch die kleinste Ecke der Zeitung Kleister abbekommt, um sogenannte „Eselsohren“ später zu vermeiden. Streichen sie danach erneut dünn Kleister über die Wand, um die Haftung zu gewährleisten. Hier ist Vorsicht geboten, da das dünne Zeitungspapier schnell reißen kann. Je nach dem gewünschten Endergebnis können Sie die Seiten streng nebeneinander oder kreuz und quer ankleben. Um einen Abriss-Loft-Look zu erhalten empfiehlt es sich, die Ausschnitte zu zerreißen und Schnipsel für Schnipsel anzubringen, ähnlich der Servietten-Technik.
Bei Kommoden, Tischen oder anderen Möbelstücken sind kleinere Ausschnitte generell förderlicher. Hierbei müssen sie das Papier gewissenhaft mit dem Pinsel in alle Ecken drücken, um Luftblasen zu vermeiden.

Der Look

Um den angesagten „Shabby-Look“ abzurunden eignen sich besonders alte Tageszeitungen, die Sie sich leicht im Internet beschaffen können. So wird die Schlagzeile von „Marilyn Monroes’s Tod“ oder der „Hochzeit von Lady Diana“ noch zu einem wahren Eyecatcher in ihrer Wohnung. Auch die Seiten antiker Romane oder alte Landkarten eignen sich gut für diesen Stil. Musikliebhaber können ihre Wände auch wahlweise mit Notenblättern verzieren. Mit der Zeit gilbt das Papier etwas und unterstützt so abermals das Design.
Für diejenigen, die es eher etwas bunter mögen, eignen sich als Materialien auch knalliges Geschenkpapier und Comics in allen Ausführungen. Ob Sie nun japanische Mangas oder die berühmten lustigen Taschenbücher favorisieren, steht Ihnen selbstverständlich frei.

Elviscover

Auch bunte Magazincover zu einem thema können als Tapete dienen. (Quelle: istockphoto)

Modernen Glanz erzeugen Sie hingegen mit Modezeitschriften. Das glänzende Papier der Illustrierten eignet sich ebenfalls gut für diese Technik. Hierbei sollte jedoch keine dünne Schicht Kleister über das Papier auf der Wand oder dem Tisch gestrichen werden, da es auf den glatten Seiten einen unregelmäßigen Schleier hinterlassen kann. Um verschiedene Tönungen zu kreieren, können Sie auch alle Modeanzeigen aus Hochglanzmagazinen, die ungefähr die selbe Färbung aufweisen, sammeln und für das Verfahren nutzen. Mit etwas Geschick besteht auch die Möglichkeit einen Dunkel-Hell-Farbverlauf zu erzeugen. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Foto- sowie Druckerpapier sind eher ungeeignet, da diese zu dick für eine schöne Umsetzung sind.

Besonders wirkungsvoll ist es, nachdem das fertige Resultat getrocknet ist, alles mit einer Schicht Klarlack zu überstreichen. So erzeugen Sie Glanz und das Papier ist etwas geschützter vor Schmutz und Nässe. Ratsam ist dies besonders bei Möbelstücken in der Küche und bei Tischen, da diese widerstandsfähiger sein müssen. Bevorzugen Sie eine matte Wandgestaltung ohne Klarlack, brauchen Sie trotzdem nicht übervorsichtig mit Flecken zu sein: Kleistern Sie einfach einen neuen Ausschnitt über den Fleck.
Die Zeitungstechnik ist nahezu für jedes Möbelstück und jeden Wohnraum geeignet und sorgt bei Gästen immer für jede Menge Gesprächsstoff. Mit einer Comicbuch-Wand können Sie auch Ihrem Kind im Kinderzimmer eine große Freude machen.
Falls Sie die Methode auf dem Gäste-WC einsetzten, werden ihre Freunde da so schnell nicht wieder herauskommen.
Viel Spaß bei der Umsetzung und denken Sie daran:

„Nur selbst gemacht ist gut gemacht.“

(Quelle Titelbild: istockphoto)

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