Neuer Look für Ihre Wände: richtig Tapezieren in sieben Schritten

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Titelbild Tapezieren

Wenn die alten Tapeten Alterserscheinungen zeigen oder Sie einfach einmal einen neuen Look in Ihren Räumen haben möchten, hilft nur noch eins: runter mit dem alten Wandbelag! Da das Tapezieren durch Fachleute relativ kostspielig ist, entscheiden sich die meisten Menschen dazu, diese Arbeiten selbst zu übernehmen. Dies ist kein Problem, wenn Sie die richtigen Arbeitsschritte befolgen – dann geht Ihnen das Tapezieren garantiert leicht von der Hand. Wir haben für Sie im Folgenden die sieben Schritte zum perfekten Tapezier-Ergebnis zusammengestellt.

Schritt 1: Tapete entfernen

Zunächst muss die alte Tapete von der Wand entfernt werden. Unerlässlich ist hierfür ein Spachtel, mit dem Sie eine Stelle der Tapete von der Wand lösen. Beginnen Sie an einer der vier Ecken, im Optimalfall können Sie die gesamte Bahn jetzt einfach abziehen. Falls dies nicht der Fall ist, müssen Sie die Tapete einweichen. Am besten funktioniert dies mit flüssigem Tapetenlöser aus dem Baumarkt, den Sie mit einer Streichbürste auftragen. Nachdem die Tapete eingeweicht ist, können Sie diese mit etwas Glück im Ganzen oder zumindest in großen Teilen abziehen. Eventuelle Reste werden mit einem Spachtel entfernt.

Schritt 2: Wände glätten

Nur unter sehr dicken Tapeten fallen kleine Unebenheiten nicht auf, bei dünneren Varianten gilt: Die Wand muss geglättet werden. Hierzu gehört neben dem Entfernen sämtlicher Tapetenreste (siehe Schritt 1) auch das Abschleifen von Unebenheiten, die sich nicht abschaben lassen, sowie das Ausbessern von Löchern im Putz. Tragen Sie hierzu Spachtelmasse, die mit Wasser angerührt wird, gleichmäßig und glatt mit einem Spachtel auf.

Schritt 3: Grundierung

Die Grundierung sorgt dafür, dass die Wände sauber, trocken und glatt sind und den Kleister gleichmäßig aufnehmen. So stellen Sie sicher, dass sich Teile der neuen Tapete nicht nach einer Weile wieder von der Wand lösen und Sie nacharbeiten müssen. Für Betonwände genügt eine Universalgrundierung, während beispielsweise Rigipsplatten eine Spezialgrundierung benötigen. Für das optimale Auftragen verwenden Sie einen Malerquast und streichen die Wände großzügig ein. Seien Sie nicht zu sparsam mit der Grundierung, um deren volle Wirkung zu erreichen. Falls die Wände, an der die neue Tapete angebracht werden soll, sehr saugfähig sind, müssen Sie eventuell ein zweites Mal überstreichen.

(Schritt 4: Makulaturtapete)

Dieser Schritt ist nur dann notwendig, wenn sich auf dem vorgesehenen Untergrund nicht ohne Weiteres Tapeten anbringen lassen, beispielsweise bei starken Unebenheiten. Bei Makulaturtapeten handelt es sich um dünne Papierbahnen ohne Muster, die vor dem eigentlichen Tapezieren an der Wand angebracht werden. Sie haben hierbei die Wahl zwischen normaler Makulaturtapete und Vliesmakulatur. Kaufen Sie am besten die Vliesvariante, da sie sich leicht verarbeiten lässt, keine Knitterfalten produziert und ohne Einweichzeit auskommt. Flüssige Makulatur, die mit einer Bürste oder einem Pinsel aufgetragen wird, sollte hingegen nur von geübten Heimwerkern verwendet werden.

Schritt 5: der richtige Kleister

Je nachdem, welche Art von Tapete Sie anbringen möchten, benötigen Sie den entsprechenden Kleister. Viele Papiertapeten werden mit normalem Tapetenkleister angebracht. Achten Sie jedoch auf das Mischungsverhältnis, das sich nach dem Gewicht des neuen Wandbelags richtet und auf der Verpackung angegeben ist. Speziellen Kleister benötigen Sie beispielsweise für Präge-, Rauhfaser- und Duplextapeten. Beim Tapezieren in Feuchträumen lohnt es sich, ein Fünftel Dispersionskleber hinzuzufügen, um eine langfristige Haftung zu gewährleisten. Der Inhalt einer Kleisterpackung sollte entweder vor dem Anrühren ordentlich durchgemengt oder am besten gleich komplett verbraucht werden, da sich die unterschiedlich schweren Bestandteile des Kleisterpulvers voneinander absetzen und so die Klebwirkung verringert wird. Übriggebliebenen, fertig angerührten Kleister können Sie übrigens abgedeckt bis zu zwei Wochen aufbewahren.

Schritt 6: Tapete einkleistern

Der Kleister sollte gleichmäßig und in ausreichender Menge aufgetragen werden, um eine gute Haftung der Tapete an der Wand zu gewährleisten. Legen Sie die Tapete mit der Wandseite nach oben auf einen sauberen (!) Tapeziertisch. Tunken Sie den Quast in den Kleister und streichen Sie von der Mitte nach außen. So vermeiden Sie, dass die Vorderseite Kleisterreste aufweist. Außer auf Vliestapeten muss der Kleister nun einweichen – die Angaben hierzu finden Sie auf den Einlegern, die den Tapetenrollen beiliegen. Befreien Sie nach dem Einkleistern den Quast mit warmem Wasser von Kleisterresten, bevor diese eingetrocknet sind. Lassen Sie ihn an der Luft trocknen, jedoch nicht mit den Borsten nach unten, da diese sich sonst verformen und der Pinsel unbrauchbar wird.

Schritt 7: neue Tapete anbringen

Vor dem Anbringen der ersten Bahn sollten Sie mithilfe eines Lots eine Markierung an der Wand anbringen, um die Bahnen gerade anlegen zu können. Beginnen Sie immer an der oberen Seite und streichen Sie mit einer Tapetenbürste von oben nach unten und von der Mitte nach außen darüber. Mit einem Cutter werden nun die Überhänge an der Ober- und Unterseite entfernt, sodass die Tapete bündig anliegt. Aus der Naht quellender Kleister sollte sofort mit einem feuchten Lappen abgewischt werden. Das Trocknen der Tapeten darf nicht künstlich beschleunigt werden, da sonst Spannungen und Risse in der Tapete entstehen können. Halten Sie daher die Fenster geschlossen, um Zugluft zu vermeiden. Bewahren Sie eventuell übriggebliebene Reste der Tapete, falls einmal ein Tapetenstück beschädigt oder verschmutzt wird.

(Quelle Titelbild: istockphoto)

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