PVC – Praktischer und unkomplizierter Bodenbelag

Mann verlegt PVC

PVC – kurz für Polyvinylchlorid – gehört seit langem zu den beliebtesten Bodenbelägen. Kein Wunder, denn er überzeugt nicht nur durch einen günstigen Preis, sondern auch durch Flexibilität. Egal, ob Fliesen-, Stein- oder Holzoptik, durch die Herstellung mithilfe moderner Druck- und Prägetechniken gibt es eine große Auswahl an Motiven für jeden Wohnstil.

PVC-Rollware

PVC-Rollware gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Motiven
(Quelle: fotolia.com)

Eigenschaften des Materials

Vor allem in Küche und Bad ist ein PVC-Boden die geeignete Wahl: Er ist wasserfest, lässt sich schnell und einfach reinigen und fühlt sich im Gegensatz zu Fliesen oder Parkett auch ohne Fußbodenheizung nicht kalt an. Hinzu kommt, dass sich PVC durch seine Flexibilität auch von Laien leicht verlegen lässt. Da viele Kunststoff-Böden im Verdacht stehen, durch bedenkliche Weichmacher gesundheitsschädlich zu sein, sollten Sie sich immer für einen hochwertigen und geprüften PVC-Boden entscheiden. Außerdem sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass die Nutzungsschicht des Fußbodenbelags mindestens 0,2 Millimeter dick ist.

Richtig verlegen

Vorbereitung des Untergrunds

Bevor Sie den PVC-Boden verlegen, muss der Untergrund entsprechend vorbereitet werden. Dieser muss trocken, glatt und fest sein, Risse oder Erhebungen werden sich nämlich ebenfalls auf dem neuverlegten Fußboden bemerkbar machen. Lag auf dem Untergrund bereits vorher ein Kunststoff-Boden mit Zementestrich, ist die Vorbereitung recht unkompliziert: Entfernen Sie Klebereste, lose Partikel und andere Rückstände. Eventuelle Unebenheiten im Estrich müssen mit einem Spachtel und etwas Ausgleichsmasse begradigt werden. Bei einem Holz- beziehungsweise Dielenboden ist die Vorbereitung etwas anspruchsvoller. Da sich die Fugen eines solchen Bodens schnell auf dem neuen PVC abdrücken können, empfiehlt es sich hier, diesen mit Spanplatten abzudecken. Auch das Herstellen eines Estrichs mit Ausgleichsmasse ist möglich, bedenken Sie jedoch, dass dieser nachträglich nicht wieder entfernt werden kann.

Meistens haben Sie beim Kauf die Wahl zwischen selbstklebenden PVC-Fliesen oder Rollware. Egal, für welchen Boden Sie sich entscheiden, vor der Verlegung sollten Sie ihn mindestens 24 Stunden im entsprechenden Raum liegen lassen, sodass er sich der Umgebungstemperatur (mindestens 18° Celsius) anpassen kann.

Mann verlegt PVC

PVC-Boden können auch Laien verlegen
(Quelle:fotolia.com)

Verlegen von Rollware

Beim Kauf von PVC kann es passieren, dass der Raum breiter ist als die gekaufte Meterware. Hier kann der Boden nicht im Ganzen verlegt, sondern muss in einzelne Bahnen gebracht werden. Schneiden Sie die einzelnen Bahnen beziehungsweise den gesamten Boden großzügig mit einem scharfen Teppichmesser und einem großen Lineal zurecht. Anschließend wählen Sie eine Bezugskante und richten die PVC-Bahn im Raum aus. Falls erforderlich, werden Einschnitte für Wandvorsprünge und Nischen vorgenommen sowie die Bahn auf die passgenaue Länge gekürzt. Damit sich der Boden noch etwas ausbreiten kann, sollten Sie immer eine Dehnungsfuge von etwa einem Millimeter zur Wand lassen. Wer mehr als nur eine Bahn verlegt, sollte mit dem sogenannten „Doppelschnitt“ arbeiten. Beide Bahnen werden hierbei aufeinander gelegt, sodass sie leicht übereinanderlappen. Damit sie sich nicht verschieben können, müssen sie zudem mit Klebeband fixiert werden. Anschließend werden die überlappenden Bahnen gleichzeitig mit Teppichmesser und Lineal durchtrennt, sodass der Kantenverlauf genau übereinstimmt. Mit dieser Verlegetechnik entsteht eine kaum sichtbare Naht, die anschließend noch mit einem Kaltschweißmittel verschlossen werden kann.

Bei kleinen Räumen bis 20 Quadratmetern ist es ausreichend, die zurechtgeschnittenen Bahnen mit doppelseitigem Klebeband an allen Rändern und Stößen an der Unterseite zu befestigen. Wesentlich langlebiger ist jedoch die vollständige Verklebung. Der Boden kann so keine Wellen werfen und ist darüber hinaus besser vor Feuchtigkeit geschützt. Im Anschluss sollten Sie als Übergang zur Wand Leisten aus Kunststoff oder Holz befestigen.

PVC-Reiniger

PVC-Reiniger sorgen für mehr Glanz und Langlebigkeit des Bodens

Reinigung und Pflege

PVC-Böden sind denkbar einfach zu pflegen: Der grobe Schmutz sollte mit einem Besen oder einem Staubsauger entfernt werden. Wischen Sie anschließend den PVC mit einem speziellen Reiniger, der die Langlebigkeit des Bodens verlängert und für mehr Glanz sorgt. Achten Sie darauf, nicht zu trocken zu wischen, da sich ansonsten Streifen bilden. Nach einiger Zeit kann es passieren, dass der PVC seinen Glanz verliert. Führen Sie deswegen ein- bis zweimal im Jahr eine Intensivreinigung durch: Lassen Sie hierbei den PVC-Reiniger für mindestens zehn Minuten einwirken und reiben Sie den Boden anschließend mit einem Schrubber oder Schwamm ab.

TIPP: Fettflecken lassen sich am besten mit herkömmlichen Spülmitteln entfernen.

Quelle Titelbild: fotolia.com
Miriam Gebbing

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