Laminat, Parkett oder Dielen?

Dielen sind neben Parkett hochwertige Bodenbeläge

Parkettboden wird in der Regel als besonderes Merkmal einer Wohnung hervorgehoben. Auch Dielenböden gelten oft als Qualitätsmerkmal. Doch was ist der Unterschied zu Laminat? Sind ein Dielenboden und ein Parkettboden das Gleiche? Welche Vor- und Nachteile bieten die unterschiedlichen Bodenbeläge?

Unterschiede im Material

Dielenböden und Parkett bestehen aus massivem und geschliffenem Holz, wohingegen Laminat aus Span- oder Holzfaserplatten mit einer Dekorschicht auf der Oberseite hergestellt werden. Aus diesem Grund werden Dielen und Parkett den sogenannten Naturholzböden zugeordnet. Laminat ist wesentlich günstiger in der Anschaffung als Böden aus Naturholz. Außerdem ist das Verlegen viel einfacher und zeitsparender – selbst Laien können einen Raum in wenigen Stunden mit Laminat versehen. Dazu werden neben dem Laminat nur wenige Werkzeuge benötigt. Parkett oder Dielen hingegen sollten vom Fachmann verlegt werden, was neben Geld auch Zeit kostet. Rein optisch sind Parkett und Dielen aufgrund der natürlichen Maserung des Massivholzes hochwertiger als Laminat.

Struktur und Anordnung der verschiedenen Bodenbeläge

Der klassische Fischgrätenlook bei Parkett

Die klassische Fischgräten-Verlegung wirkt bei Parkett besonders harmonisch (Quelle: Fotolia)

Im Gegensatz zu Dielenböden werden Laminat und Parkett fugenlos verlegt: Abgesehen von den haarfeinen Verbundstellen, besteht bei diesen Böden kein Spielraum zwischen den einzelnen Holz-Segmenten. Dielenböden hingegen haben Fugen zwischen den einzelnen Dielen, die sich effektiv nicht schließen lassen. Holz dehnt sich aus und zieht sich zusammen, was vor allem bei oft begangenen Bodenflächen dazu führt, dass eingebrachtes Füllmaterial mit der Zeit aus den Fugen gepresst wird. Zu beachten ist bei Dielenböden deshalb, dass sich Schmutz und Feuchtigkeit in den Lücken sammeln kann, was gerade für Allergiker problematisch sein kann. Dielenböden sollten außerdem ausreichend geschliffen und anschließend geölt worden sein, da ansonsten die Gefahr besteht, sich durch Holzsplitter zu verletzen.

Parkett kann in verschiedenen Mustern verlegt werden, etwa der klassischen Fischgräten-Anordnung. Einzelne Laminatarten imitieren diesen Effekt. Dielen hingegen werden in der Regel parallel zueinander verlegt.

Die richtige Pflege

Laminat ist nicht nur preiswert, sondern auch besonders pflegeleicht: Es kann ohne Bedenken feucht abgewischt werden. Parkett- oder Dielenböden sollten höchstens „nebelfeucht“ behandelt werden: Die Oberfläche wird dabei nur leicht befeuchtet (beispielsweise in kleinen Abschnitten mit einer Sprühflasche), abgewischt und im Anschluss direkt trockengerieben. Ansonsten kann das Holz auf Dauer aufquellen und Feuchtigkeit zwischen die Segmente gelangen. Das kann zur Folge haben, dass der Boden beim Darüberlaufen quietscht. Auch Flecken beispielsweise durch verschütteten Rotwein können für Naturfußböden ein Problem sein; bei Laminat kann aufgrund der abweisenden Oberflächenstruktur hingegen nichts passieren.

Henk Syring

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