Die feine englische Art: Original Mathmos Lavalampe

Mathmos Astro Lava Lamp

Vor über 50 Jahren wurde sie erfunden, vor 40 Jahren war sie aus den Wohnungen auf der ganzen Welt kaum mehr wegzudenken und vor 20 Jahren erlebte sie ein ähnlich erfolgreiches Comeback: die Lavalampe. Und auch, wenn das psychedelisch anmutende Leuchtobjekt bis heute vielfach kopiert wurde und immer noch wird, so reicht doch kaum ein Nachbau in Stil und Qualität an das kultige Original der englischen Firma Mathmos heran.

Einfach genial – genial einfach

Angefangen hat die britische Erfolgsgeschichte in einem kleinen Pub in der Grafschaft Dorset: Dort machte der Pilot und Erfinder Edward Craven Walker Mitte des 20. Jahrhunderts eine Entdeckung, die sein Leben und das Erscheinungsbild unzähliger Wohn-, Schlaf-, und Esszimmer nachhaltig verändern sollte. Eine merkwürdige Konstruktion aus einer Eieruhr, in deren Inneren zwei unterschiedliche Flüssigkeiten waberten, brachte Walker auf die Idee, dieses Prinzip aufzugreifen und in einer außergewöhnlichen Lampe unterzubringen. In den nächsten Jahren experimentierte er und entwickelte schließlich die Formel, die – mit leichten Verbesserungen – auch beim Inhalt der aktuellen Lavalampen noch Verwendung findet.

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Die Anfänge: Edward Craven Walker mit seiner Frau (Quelle: Mathmos.de)

Die Funktionsweise ist so simpel, wie sie durchdacht ist: Eine wasser-ähnliche Flüssigkeit wird zusammen mit einem besonderen Wachs in ein flaschen-förmiges Behältnis gegeben. Im ausgeschalteten Zustand setzt sich der Wachs in fester Form am Boden ab – erst wenn die Lampe (genauer gesagt, die im Sockel befindliche Glühbirne) eingeschaltet wird, beginnt das Spiel. Nach ungefähr 30 Minuten hat sich der Wachs unter der Wärmeeinwirkung in eine Art Gelee – oder eben „Lava“ – verwandelt; jedoch kann er sich wegen seiner Dichte nicht in der Flüssigkeit auflösen. Stattdessen treibt er durch die Temperaturunterschiede innerhalb des Behältnisses nach oben. Dort erkaltet er leicht, da die Strahlung der Birne hier schwächer ist, sinkt daraufhin wieder herab und der Zyklus beginnt von neuem.

Pop-Kultur in Handarbeit

1963 und im Folgejahr brachte die eigens von Craven Walker gegründete Firma Crestworth mit der Astro und der Astro Baby die ersten Modelle dieses revolutionären Deko-Gegenstandes auf den Markt und landete damit einen internationalen Erfolg: Aus der Pop-Kultur und Wohnungslandschaft, besonders in den bunten 70ern und später den schrillen 90ern, sind die Lampen mit dem faszinierenden Farbenspiel kaum mehr wegzudenken. Der ursprüngliche Name Astro bezieht sich dabei auf die astrologisch-angehauchte Form, die mit ein wenig Fantasie an eine Rakete erinnert und die auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Erfindung noch so typisch für das Produkt ist. Zwar veräußerten Edward Craven Walker und seine Frau die Firma 1989 an zwei englische Unternehmer und auch der Name wurde bald darauf von Crestworth in Mathmos geändert. Davon abgesehen hat sich allerdings erfreulicherweise wenig geändert: Auch heutzutage werden die originalen Lavalampen noch in Handarbeit im Süden Englands hergestellt und zeichnen sich durch ihre hohe Qualität und das unverkennbare Design aus. So mag es durchaus billigere Alternativen von anderen Herstellern geben – stilbewusste Wohnungsbesitzer, die Wert auf Authentizität und hochwertige Produkte mit Persönlichkeit legen, kommen um die Mathmos Lavalampe aber praktisch nicht herum.

Stilsicher

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Jubiläumsausgabe zum 50. Geburtstag der Lavalampe (Quelle: Mathmos.de)

Ist die Wohnung bereits durch bunte Dekoration und einen farbenfrohen Stil geprägt, macht sich eine Lavalampe selbstverständlich besonders gut: Hier darf es auch gerne ein ausgefalleneres Modell mit Raketen-Form und gefärbter Flüssigkeit sein. Doch auch in einem modernen und eher kühlen Einrichtungsstil lässt sich so ein wunderbarer farblicher Akzent setzen. Damit der Kontrast dabei nicht zu hart ist und die Lampe sich stattdessen harmonisch in das Gesamtbild einfügt, sollten Sie ein Modell mit einheitlicher Kolorierung bei Lava und Gehäuse wählen. Dezente Farben wie Pflaume und Blau machen sich in diesem Fall besser als etwa knallige Rottöne. Die Flüssigkeit ist im Idealfall durchsichtig und als Form bietet sich das klassische Flaschen-Modell an.

Sobald es Abend wird, ist man sich ohnehin oft einig: In einem dunklen Raum mit lediglich einer eingeschalteten Lavalampe kommt eine ganz besondere und beruhigende (Licht-)Stimmung auf.

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Bilder: © Mathmos. Zur Mathmos Website

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