Auf Entdeckungsreise mit dem Kolonialstil

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Kolonialstil Möbel

Der koloniale Einrichtungsstil besteht eigentlich aus einem Mix verschiedener Stile, ist jedoch gerade durch diese besondere Mischung einzigartig und steht für sich selbst. Er weist Teile von exotisch pazifischen Wohnstilen sowie klassisch englischen Landsitzen auf. Es werden weiterhin ähnliche Möbelstücke wie beim Industrial-Style verwendet, jedoch wirken diese beim Kolonialstil viel romantischer und alles andere als schroff!
Entstanden ist der Wohnstil dadurch, dass die europäischen Kolonien in Afrika, Asien und Amerika ihre gewohnten Einrichtungen mitnahmen, diese aber mit der Zeit immer mehr mit landestypischen Stoffen, Möbeln und Accessoires ergänzten. So ist ein spezieller Charme entstanden, den sonst kein Wohnstil mit sich bringt.

Die wichtigsten Elemente

Dunkler Tisch

Gläser auf einem Tisch wirken immer einladend! (Quelle: Fotolia)

Wichtigstes Element sind massive, dunkelbraune Holzmöbel. Diese können aus exotischen Holzarten bestehen oder einfach nur dunkel gebeizt sein. Hauptsache ist, dass sie in einem dunklen rötlichbraunem, fast schwarzen Farbton sind. Der Stil der Form ist dabei eher nebensächlich, denn das Interieur kann kubische Formen oder auch verspielte Ornamente aufweisen. Schnitzereien auf den Schränken und Kommoden oder dem Kopfteil des Bettes sind keine Seltenheit. Dazu kommen massive Griffe und Applikationen aus Metall, wie Messing oder Kupfer. Neben einer typischen Möblierung, bestehend aus Schränken, Kommoden, Regalen und Vitrinen, ist eine Truhe ein echtes Highlight. Darin transportierten die Kolonialmächte damals ihre Wertgegenstände auf der langen Schiffsfahrt nach Übersee. Eine große Truhe kann auch problemlos als Couchtisch verwendet werden und bietet darüber hinaus noch viel Stauraum.
Als Sitzgelegenheiten sind dunkle Ledersofas sowie Clubsessel die beste Wahl. Ein braunes Chesterfield-Sofa beispielsweise kann wunderbar mit dunkelroten Sesseln kombiniert werden, und so die Sitzecke bilden.
Damit die dunklen Töne jedoch nicht dominieren, sollte der Rest des Raumes hell gehalten werden. Selbst weiße Wände sind akzeptabel. Weitere Farben für die Wände und für die Dekoration sind Grün, Aubergine, Senfgelb, Kaminrot und Orange. In Mustern können auch viele andere Farben vorkommen. Große Blumen- und Paisleymuster können genauso wie Inka- und Aztekenmuster in Kissenbezügen und Decken verwendet werden. Ebenso Drucke von exotischen Früchten, arabische Verzierungen und Animalprints, wie Zebra, Leopard und Giraffe. Diese Prints können darüber hinaus auch in Teppichen und Bildern wiederverwendet werden.
Trotzdem sollten Sie nicht alles zu wild durcheinander würfeln, sondern einer klaren Linie folgen und ein Überthema wählen, wie zum Beispiel einen indischen Kolonialstil, bei dem viel Seide verwendet wird. Weitere Variationen enthalten südamerikanische oder afrikanische Einflüsse.

Redwood

Ein alter Globus kann ein tolles Highlight darstellen! (Quelle: istockphoto)

Bei der Dekoration stehen Ihnen viele Möglichkeiten zur Verfügung. Je nach den regionalen Einflüssen können Bambus, Rattan und Leinen als Material verwendet werden. Große Schalen aus Ton und einige getrocknete Bananenblätter gehören ebenso wie afrikanische Holzfiguren oder asiatische Götterfiguren aus Stein zur Standarddekoration. Auch Bücher sind ein tolles Dekoelement, welches im Kolonialstil gerne gesehen ist. Mit sonstigen kleinen Dekorationsartikeln sollten Sie sich jedoch zurückhalten, dafür lieber viele Möbelstücke üppig im Raum verteilen, um diese in den Vordergrund zu setzen. Ein großer Globus kann als besonderes Highlight dienen. Unser Favorit als Verbindung zwischen den dunklen Möbeln und der exotischen Weltenbummler-Dekoration ist ein antiker Globus, der als Minibar verwendet werden kann. Auch ein mit Whiskeyflaschen und Gläsern bestückter Servierwagen passt in den Stil und erzeugt ein besonders gehobenes Ambiente. Wer ausgefallene Deko-Objekte mag, kann zum Beispiel auch ein hochwertiges Backgammon- oder Schach-Spielbrett aus Holz auf einem kleinen Beistelltisch platzieren. Auf Tischen und Regalen sollten auf jeden Fall exotische Pflanzen stehen. Machen Sie aus Ihren vier Wänden eine wahre Blumenoase. Orchideen, Magnolien, Bromelien und Strelizien erzeugen ebenso wie große Bananenbäume und andere Palmenarten im Haus eine tolle Atmosphäre. An der Wand können Sie eine alte Seefahrerkarte aber auch moderne Portraitfotos in rustikalen Rahmen anbringen. Große Leinwände mit fremden Motiven sind ebenso ein toller Blickfang. Auf dem Boden sind alte Lederkoffer, die oben erwähnten Truhen und andere Kisten das beste Stilmittel. Lichtquellen sollten in jedem Fall pompös sein: Ein Kronleuchter ist dabei die beste Wahl. Zusätzlich können außergewöhnliche Stehlampen zum Einsatz kommen, jedoch sollten diese sich gut in die restliche Einrichtung integrieren. Falls Sie planen einen Kamin errichten zu lassen, kommt dabei ausschließlich Marmor oder ähnliches Gestein in Frage. Der Kolonialstil steht nämlich auch für eine Mischung aus dunklem Holz und hellen Gesteinsarten. Skulpturen dürfen daher auch aus cremefarbenem Marmor bestehen.
Mit diesen Tipps schaffen Sie in Ihrem Zuhause eine gemütlich, romantische Atmosphäre, die zum Verweilen und Träumen von vergangenen Tagen einlädt – Fernweh inklusive.

(Quelle Titelbild: istockphoto)

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