Holz pflegen: So wird’s gemacht

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Holzböden und Massivholzmöbel sind zwar schön anzuschauen, allerdings muss auch ein wenig in die Pflege von Parkett, Tischen, hochwertigen Regalen etc. investiert werden, damit dieser schöne Anblick auf Dauer erhalten bleibt. Das klingt vermutlich aufwendiger, als es in Wahrheit ist, denn wenn man im Umgang mit seinen Holzmöbeln ein paar wichtige Tipps beachtet, ist die richtige Holzpflege gar nicht so schwer.

Versiegelung als Schutz vor Kratzern und Flecken

Der beste Schutz gegen Beschädigungen der Oberfläche von Möbelstücken ist die Versiegelung. Fast alle Holzmöbel und -böden können mit Wachs, Ölen oder auch Lacken behandelt werden. Wichtig ist dabei allerdings, ob und wie das Möbelstück bereits vorbehandelt ist – wurde das Möbel bereits vom Hersteller versiegelt, sollte man auch bei der von ihm verwendeten Holzpflege bleiben. Bei Erbstücken wendet man sich am besten an einen Schreiner, der im Normalfall feststellen kann, wie ein Möbelstück vorbehandelt ist. Im Zweifelsfall können Möbel aber auch komplett abgeschliffen und danach neu versiegelt werden.

Hölzer lackieren

Durch eine Versiegelung mit Lack wird die Oberfläche von Holzmöbeln verschlossen und dadurch vor Flüssigkeiten geschützt. Will man dann die Oberflächen säubern oder entstauben, reicht es, diese einfach mit einem Tuch abzuwischen. Damit die Möbel nicht unansehnlich ausbleichen, sollten sie etwa alle drei Monate erneut gereinigt und poliert werden. Für Fußböden, sofern diese stark strapaziert werden, sind Lacke als Versiegelung eher weniger geeignet. Deckende bzw. farbige Lacke können verwendet werden, wenn Hölzer durch normale Holzpflege nicht mehr zu retten sind, beispielsweise im Falle von Rotweinflecken, die tief in das vorher unbehandelte Holz eingezogen sind.

Hölzer wachsen

Durch Wachsen können Holzoberflächen in einem Arbeitsgang gleichzeitig geschützt, gepflegt und gereinigt werden. Besonders wenn es darum geht, stumpfes Holz wieder zum Glänzen zu bringen, ist Wachs die ideale Holzpflege. Anders als Lacke schützt Wachs allerdings nicht vor Flüssigkeiten und gewachste Möbel sind weitaus empfindlicher. Deshalb sollten verschüttete Flüssigkeiten sofort abgewischt werden, damit keine hässlichen Flecken auf der Oberfläche entstehen.

Hölzer ölen

Im Gegensatz zu Lack oder Wachs dringt Öl tief in das Holz ein, pflegt dieses also nicht nur oberflächlich. Da geölte Hölzer aber offenporiger bleiben, können sie nicht nur weiterhin „atmen“, sondern sie sind auch anfälliger für Flecken als beispielsweise gewachste Hölzer. Zur Pflege von Möbelstücken sollte unbedingt immer ein spezielles Möbelpflege-Öl verwendet werden, denn Lebensmittelöle wie Sonnenblumen-, Raps- oder Olivenöl bleiben „weich“, können ranzig werden und trocknen vor allem nicht aus. Möbelöle hingegen sind meist mit speziellen Substanzen versetzt, die sie aushärten lassen. Soll geöltes Holz später gereinigt werden, ist dafür besonders grüne Seife bzw. Schmierseife geeignet, da diese rückfettend ist und keinen Film auf dem offenporigen Holz bildet.

Tipps und Tricks für kleine Macken

Die richtige Versiegelung von Holzmöbeln trägt zwar einen großen Teil zum Schutz der Oberfläche bei, aber zu kleinen „Unfällen“ und Macken kann es immer kommen. Diese sind jedoch nicht gleich Grund zur Verzweiflung, sondern können oft mithilfe von einfachen Tricks behoben werden:

Mit einem normalen Radiergummi können viele Flecken auf Holz entfernt werden. (Quelle: hitmeister.de)

Mit einem normalen Radiergummi können viele Flecken auf Holz entfernt werden. (Quelle: hitmeister.de)

1. Stellt man aus Versehen einen zu heißen Topf auf einen lasierten Holztisch, entsteht oft ein heller Fleck, der schwer zu entfernen ist. Die beste Lösung ist hier die Zuführung von Hitze, am besten durch einen Fön, der für wenige Minuten mit sehr kurzem Abstand auf die entsprechende Stelle gehalten wird, woraufhin der unansehnliche Fleck verschwindet.

2. Kaffee- oder Teeflecken lassen sich auf geölten, gewachsten oder lackierten Oberflächen ganz einfach dank Seifenschaum entfernen, den man einige Zeit einziehen lässt und dann mit einem feuchten Lappen abnimmt.

3. Kerzenwachs kann von Tischplatten entfernt werden, indem man die betroffene Stelle mit einem Löschblatt abdeckt und anschließend föhnt oder das Wachs mit einem Bügeleisen herausbügelt. Den Fettfleck, der daraufhin bestehen bleibt, kann man dann mit warmem Essigwasser entfernen.

4. Viele Flecken auf Holzmöbelstücken oder auch Schuhstriemen auf Holzfußböden lassen sich ganz einfach mit einem handelsüblichen Radiergummi wegradieren.

5. Klingt unwahrscheinlich, funktioniert aber: dunkle Verfärbungen, die durch kleine Brandflecken entstanden sind, können mit Mayonnaise entfernt werden! Die Mayonnaise muss einfach nur etwa eine halbe Stunde auf der Schadstelle einwirken; anschließend kann die Stelle mit einem weichen Tuch gesäubert werden.

(Quelle Titelbild: fotolia)

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