Der Traum von der eigenen Hausbar

Hausbar mit Weinschrank

Eine Bar in den eigenen vier Wänden mit einer vielfältigen Auswahl an Getränken ist der Traum vieler Menschen. Diesen in die Tat umzusetzen ist in manchen Fällen tatsächlich nicht ganz einfach, denn es gibt einige Hindernisse, die es zu bewältigen gilt. Zunächst muss das Zuhause ausreichend Platz bieten. Darüber hinaus darf der finanzielle Aspekt für Materialien, Werkzeug und gegebenenfalls professionelle Handwerker nicht unterschätzt werden. Wer sich dazu entschließt, die eigene Hausbar selbst zu bauen, kommt meist günstiger davon – dafür ist jedoch ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick Voraussetzung. Unabhängig davon, wie der Bau letztendlich in die Tat umgesetzt wird, kann eine Hausbar für stimmungsvolle Atmosphäre sorgen und ist der optische Höhepunkt vieler Räume. Wir geben Ihnen im Folgenden ein paar Tipps mit auf den Weg, mit denen Sie dem Traum von der eigenen Hausbar einen Schritt näher kommen.

Vorab das Wichtigste: Die Planung

Eine pauschale (Bau-)Anleitung für eine Hausbar gibt es leider nicht – diese ist sehr individuell und hängt einerseits von Ihren persönlichen Wünschen ab und andererseits von den Bedingungen, die Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung vorgibt.

Cocktails in verschiedenen Farben

Für das Zubereiten verschiedener Cocktails benötigen Sie ein breites Sortiment an Zutaten und damit viel Platz zum Arbeiten. (Quelle: Fotolia)

Schritt 1: Zweck und Einsatz der Hausbar
Machen Sie sich zuerst bewusst, was Sie mit der Bar vorhaben. Möchten Sie ausschließlich Spirituosen servieren oder Cocktails zubereiten? Soll in Ihrer Bar eher Bier ausgeschenkt oder Wein genossen werden? Abhängig von Ihren Plänen sind auch die Größe und der Funktionsumfang der Hausbar. Für eine Cocktailbar sollten Sie beispielsweise generell mehr Platz einplanen als für eine Spirituosenbar – bei Ersterer werden nämlich sowohl eine Arbeitsfläche zum Vorbereiten der Zutaten als auch eine größere Abstellfläche für Mix-Getränke wie Säfte und Sirup benötigt.

Schritt 2: Ein geeigneter Ort
Sind Sie sich über Ihre persönlichen Vorstellungen im Klaren, gilt es, eine gute Stelle für die Hausbar zu finden. Beachten Sie dabei, dass ein Platz, der häufig direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, weniger gut geeignet ist, da viele Getränke kühl gelagert werden müssen. Geeignete Stellen zu diesem Zweck können sein:

Keller:
Ein Keller ist ideal dazu geeignet, um bei gedimmtem Licht die rustikale Atmosphäre eines Irish-Pub zu kreieren. Zudem ist er in der Regel kühl und vor Sonneneinstrahlung geschützt.

Schattiger Platz im Wohnzimmer / in der Nähe des Esszimmers:
Diese Orte eignen sich vor allem dann, wenn die Bar als ein geselliger Treffpunkt genutzt wird und häufig mehrere Gäste zu Besuch sind.

Tipp: Bei der Planung kann Ihnen ein 3D-Einrichtungsplaner behilflich sein.

Die Einrichtung

Hausbar in Grün

Die Einrichtung des Hausbar bestimmt den Stil und die Atmosphäre, (Quelle: istockphoto)

Schritt 3: Möbel und Einrichtung
Haben Sie eine geeignete Stelle gefunden, nehmen Sie möglichst genaue Abmessungen vor, da nachträgliche Verbesserungen oft kostspielig oder nicht möglich sind. Anschließend geht es an die Anschaffung passender Möbel. Folgende Einrichtungsgegenstände werden dazu benötigt:

  • Schanktisch
    Besonders authentisch wirkt hierbei eine Theke – ein bereits fertiger Tresen ist jedoch eine kostspielige Investition und nicht immer passend zugeschnitten. Günstiger und individueller ist hierbei in der Regel ein selbstgebauter Tresen, vorausgesetzt, Sie haben das handwerkliche Talent dazu. Alternativ eignet sich auch ein großer, erhöhter Tisch.
  • Sitzgelegenheiten
    Insbesondere der klassische Barhocker wirkt in einer Hausbar passend. Damit mehrere Gäste zeitgleich an dem Schanktisch Platz nehmen können, sollten mindestens zwei bis drei Hocker aufgestellt werden. Geeignet ist jedoch auch eine erhöhte Sitzbank.
  • Arbeitsfläche

    Eine vom Schanktisch separate Arbeitsfläche (beispielsweise hinter dem Tresen oder daneben) ist vor allem dann von großer Bedeutung, wenn Sie häufig unterschiedliche Cocktails zubereiten möchten. Viele dieser Getränke enthalten Früchte und andere Zutaten, die vorbereitet werden müssen.

  • Stellflächen
    Das Herzstück einer Hausbar ist – neben dem Tresen – das Getränke-Regal. Hier können Sie beispielsweise zu einem speziellen Barschrank greifen, zu diesem Zweck eignen sich aber auch größere Regale oder Glasvitrinen, in denen die verschiedenen Flaschen sichtbar aufgestellt werden können. Schränke für Gläser und weiteres Zubehör können beispielsweise geschickt unter oder neben dem Schanktisch angebracht werden.
  • Beleuchtung
    Getränkeschrank, orange beleuchtet

    Ein stimmungsvoll ausgeleuchteter Getränkeschrank sorgt für die nötige Atmosphäre in der Hausbar. (Quelle: istockphoto)

    Eine dem Bar-Typ angepasste Beleuchtung ist das A und O für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Nicht nur der Schanktisch sollte ausgeleuchtet sein: Auch Der Getränkeschrank kann – geschickt beleuchtet – dafür sorgen, dass der ganze Stolz des Besitzers ins rechte Licht gerückt wird (im wahrsten Sinne des Wortes).
    Tipp: Denken Sie schon vor dem (Ein-)Bau darüber nach, wie Sie gegebenenfalls benötigte Kabel für Elektrogeräte oder Beleuchtung verlegen möchten. Nachträglich verlegte Elektronik kann häufig nur noch sichtbar angebracht werden und optisch stören.


  • Zubehör

    Je nach Bar-Typ kann weiteres Zubehör von Bedeutung sein:

    a) Ein Kühlschrank sorgt in einer Cocktail-Bar dafür, dass alle Zutaten stets frisch sind und das benötigte Eis immer zur Hand ist.

    b) Ein großer Weinschrank ist in einer Wein-Bar ein unverzichtbarer und optisch ansprechender Einrichtungsgegenstand. Sie können ein Weinregal auch bequem selbst bauen.

    c) Wer Bier ausschenken möchte, benötigt hingegen eine Zapfanlage und ein Kühlsystem für das Bierfass.


Zum Abschluss ein kleiner Tipp: Fangen Sie bereits vor dem Bau bzw. dem Kauf der Hausbar an, Ihr Sortiment an Spirituosen langsam aufzustocken. Auf diese Weise verteilen sich die Kosten auf längere Zeit. Diejenigen, die sich eine Cocktail-Bar wünschen, sollten sich darauf einstellen, sich mit einer größeren Auswahl an Mischgetränken und Zutaten eindecken zu müssen. Auch hier empfiehlt es sich, die einzelnen Bestandteile nach und nach zu kaufen. Konzentrieren Sie sich in der Anfangszeit beispielsweise auf nur zwei bis drei Cocktails und beschaffen Sie lediglich die dafür benötigten Zutaten. Beim nächsten Cocktail-Abend können Sie dann zwei bis drei andere Sorten anbieten. So sammeln Sie mit der Zeit ein großes Sortiment an unterschiedlichen Zutaten an, ohne auf einen Schlag eine große Geldmenge investieren zu müssen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrer eigenen Hausbar!

Quelle Titelbild: Fotolia.com

Dimitri Buller

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