Hochwertig und unkompliziert: Die Glasfasertapete

Bild eines Raumes, der bereit ist für die Tapezierung.

Glasfasertapeten werden vorwiegend in Räumlichkeiten eingesetzt, in denen die Wände großen Belastungen ausgesetzt sind, beispielsweise in öffentlichen Einrichtungen oder Bürogebäuden. Im Verlauf der letzten Jahre ist jedoch der Trend zu beobachten, dass Sie wegen ihrer besonderen Robustheit auch in Privathaushalten Einzug halten. Auch die besonders hohe Langlebigkeit ist von Vorteil und macht wiederholte Tapezierarbeiten nahezu überflüssig. Die Hochwertigkeit ist auf die Zusammensetzung der Tapete zurückzuführen, die neben vielen Vorteilen auch einige Nachteile bietet. Da sie aus geschmolzenen Glasfasern hergestellt wird, muss sie auf andere Weise an den Wänden angebracht werden als herkömmliche Tapeten. Im Folgenden erfahren Sie alles Wissenswerte über die Glasfasertapete, darüber hinaus haben wir einige Tipps für das Anbringen für Sie zusammengestellt.

Vorteile von Glasfasertapeten

Tapetenbahnen aus feingeschmolzenen Glasfasern haften deutlich länger an den Wänden als herkömmliche Produkte. Eine durchschnittliche Lebensdauer von 30 Jahren ist Standard und übertrifft andere Tapetenprodukte: Diese können bereits nach einigen Jahren Mängel aufweisen. Glasfasertapeten werden nach der Produktion durch besondere Verfahren veredelt. Sie sind äußerst strapazierfähig und nur schwer entflammbar. Sollten wider Erwarten Risse entstehen, so reicht es, den betroffenen Bereich neu zu tapezieren. Umfangreiche Arbeiten, bei denen ganze Tapetenbahnen ersetzt werden müssen, fallen nicht an. Gegen Feuchtigkeit und Flüssigkeiten bietet die Tapete aufgrund ihrer Oberfläche einen adäquaten Schutz: Schimmel und Sporenpilze können sich wegen dem Mangel an Nährstoffen gar nicht erst entwickeln. Glasfasertapeten können bis zu zehnmal neu gestrichen werden. Bei Raufasertapeten hingegen ist das nur zwei- oder dreimal möglich.

Die Nachteile bedenken

Neben den vielen Vorteilen, in deren Genuss Sie durch die Anschaffung einer Glasfasertapete kommen werden, müssen Sie auch einige unliebsame Aspekte in Kauf nehmen:

  • in der Anschaffung fällt sie teuer aus. Langfristig wird sich der Kauf aufgrund der hohen Lebensdauer jedoch auszahlen
  • Glasfasertapeten lassen sich im Vergleich beispielsweise zur Raufasertapete deutlich schwerer entfernen

Für Experten überwiegen letztendlich die Vorteile der Glasfasertapete. Die folgenden Tipps werden Ihnen das Anbringen entscheidend erleichtern.

Tipps und Tricks beim Tapezieren

Vor dem Tapezieren müssen einige Vorbereitungen getroffen werden: Alte Tapeten werden zunächst mit Wasser eingeweicht und danach mit einem großen Spachtel entfernt. Im Anschluss muss der Untergrund mit einem Besen gesäubert werden, um Staub und andere Fremdkörper zu entfernen. Außerdem sollten Sie Löcher und andere Unebenheiten mit Spachtelmasse verschließen und glätten. Nur so finden neue Tapeten den nötigen Halt. Welche Materialien Sie zum Tapezieren benötigen, zeigt Ihnen folgende Übersicht:

  • einen Bleistift
  • einen Tapeziertisch
  • ein Cuttermesser und eine Schere
  • einen langen Zollstock
  • einen großer sowie einen kleinen Spachtel
  • gegebenenfalls eine Tapezierschiene
  • eine Kleisterbürste
  • einen Anrühreimer
  • Handschuhe
  • einen Mundschutz

Die notwendigen Schritte unterscheiden sich kaum von herkömmlichen Tapezierarbeiten. Die unbehandelten Glasfasertapeten sollten jedoch nur mit Handschuhen berührt werden, da Sie sich ansonsten Hautirritationen zuziehen können. Das Anbringen birgt weitere Risiken: Glasfasern können dabei in die Raumluft gelangen. Ohne ausreichenden Mundschutz kann es zur Reizung der Atemwege kommen. Zunächst sollten Sie die Wandlänge und Breite vermessen, um den Tapetenbedarf zu errechnen. Natürlich sollten spezielle Glasfaser-Tapetenbahnen erworben werden, die es zum Beispiel hier im Internet gibt: www.decowunder-tapeten.de. Außerdem sollten Sie einen speziellen Glasfaser-Kleister kaufen. Mit den genommenen Maßen können die Tapeten auf die richtige Größe zugeschnitten werden. Rechnen Sie dabei zur Sicherheit am oberen und unteren Ende der Bahnen etwa fünf Zentimeter zusätzlich hinzu. Überstehende Ränder können Sie später mit dem Cuttermesser entfernen. Nach dem Berechnen und Zuschneiden der Bahnen können Sie den ersten Teil der Wand einkleistern. Anders als herkömmliche Tapeten müssen Glasfaservarianten nicht mit Kleister bestrichen werden. Beim Anbringen an der Wand sollten Sie darauf achten, dass keine Luftblasen zurückbleiben. Dazu können Sie vorsichtig mit den Spachteln über die Tapeten fahren. Überschüssige Kleistermasse wird mit einem alten, angefeuchteten Tuch entfernt. Nach getaner Arbeit müssen die Tapeten mindestens acht Stunden trocknen. Erst danach können Sie die Wände streichen.

Welche Räume sich für Glasfasertapeten besonders eignen

Im privaten Bereich lohnt sich die Anschaffung für Räume, die mitunter hohen Belastungen ausgesetzt sind, beispielsweise Kinderzimmer. Eine Glasfasertapete im Badezimmer kann vor Wasserschäden schützen, und auch Treppenhäuser sind für die Anbringung sehr gut geeignet. Werden Glasfasertapeten außerdem mit Latexfarben oder Farben auf Polyurethan-Basis gestrichen, können sie sogar geputzt werden, sodass sie sich auch für Küchenwände hervorragend eignen.

Henk Syring

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