Feng Shui – nicht nur für Esoterikfans!

Feng Shui gibt gute Tipps zum harmonischen Wohnen. (Quelle: fotolia)
Feng Shui gibt gute Tipps zum harmonischen Wohnen. (Quelle: fotolia)

Feng Shui gibt gute Tipps zum harmonischen Wohnen. (Quelle: fotolia)

Bereits seit Jahren beeinflusst die Feng Shui Lehre die Einrichtung vieler Wohnungen und Häuser. Diese chinesische Harmonielehre zeigt auf, wie bestimmte Zimmer richtig eingerichtet werden müssen, damit der Chi-Fluss im Strom bleibt und somit für ein harmonisches Lebensgefühl gesorgt wird. Mittlerweile gibt es Möbelhäuser, die ganze, auf Feng Shui basierende Ausstattungen anbieten. Manche schwören auf diese Harmonielehren, richten ihre Wohnräume nach den bekannten Richtlinien ein und haben das Möbelrücken womöglich schon zu ihrem Hobby gemacht. Andere schmunzeln darüber und bezeichnen solche Menschen mit einem Augenzwinkern als verrückt. Dabei müssen Sie gar kein Interesse an dem Chi-Fluss in Ihrer Wohnung oder an der Philosophie des Ying und Yang haben, um aus den Feng Shui Lehren gute Ratschläge für Ihre eigene Einrichtung zu ziehen. Viele Ratschläge sind nämlich auch in Bezug auf Wohngefühl und optimaler Raumaufteilung sehr empfehlenswert – und zudem sehr einleuchtend.

Der Flur als Pforte zu unserer Wohnung

Der Flur oder die Diele wird von vielen Menschen oft recht stiefmütterlich behandelt. Immerhin hält man sich hier in der Regel auch nicht so häufig auf – außer die Wohnung muss verlassen oder betreten werden. Genau hier liegt allerdings auch die Begründung, warum es sich auch für Sie lohnt, den Flur offiziell zum Wohnraum aufzuwerten. Wenn Sie nach Hause kommen – in vielen Fällen nach einem anstrengenden Arbeitstag oder einer ermüdenden Einkaufstour –, ist der Flur das erste, was Sie sehen. Er ist sozusagen Ihr Begrüßungskomitee, das Ihnen ein gutes und kein schlechtes Gefühl bescheren soll. Und dafür lohnt es sich, auch diesen Bereich so schön und liebevoll einzurichten, wie Sie es auch bei den anderen Räumen Ihrer Wohnung machen.

Zunächst einmal gilt, dass der Flur kein Lagerplatz ist. Unordnung sollte auch hier verbannt werden. Ein Lager für Altpapier gehört ebenso wenig in den Flur wie wahllos herumliegende Schuhe. Letztere sortieren Sie am besten in einem Schuhschrank. Auch die Garderobe sollte auf keinen Fall zu überfüllt sein. Klamotten, die nicht mehr getragen werden, weil die entsprechende Jahreszeit vorbei ist, können auch im Kleiderschrank oder im Keller aufbewahrt werden. Alleine dies schafft für Sie schon mehr Platz und eine angenehmere Raumwahrnehmung – was Sie durch die richtige Belichtung noch verstärken können. Meistens ist es leider nicht der Fall, dass der Flur von Tageslicht durchflutet wird, doch mit Tageslichtlampen können Sie diesen Eindruck zumindest künstlich kreieren. Auch ein Spiegel eignet sich gut, um kleine, beengende Raum größer und somit freundlicher erscheinen zu lassen. Wenn Sie keinen Wert auf die Feng Shui Regeln legen, ist es Ihnen auch erlaubt, mehrere Spiegel im Flur anzubringen. Der Flur sollte zwar nicht vollgestopft sein, gegen ein paar Dekorationen ist allerdings nichts einzuwenden. Pflanzen stellen dabei immer eine gute Wahl dar – auch bei weniger günstigen Lichtverhältnissen. Schnittblumen in einer Vase können ebenso wie Topfpflanzen Harmonie versprühen. Bei größeren Fluren sind Stühle oder Sitzbänke auch immer ein schöner Blickfang. Sie schicken nicht nur einen Willkommensgruß an Sie, wenn Sie in die Wohnung kommen, sondern sind auch sehr praktisch beim Schuhe anziehen. Auch feste Plätze für wichtige Dinge wie Schlüssel sind nützlich und schonen Ihre Nerven. Egal ob es ein Halter oder nur eine kleine Schale auf einem Tisch ist: Wenn Sie wissen, wo sich Ihre Schlüssel gerade befinden, gehen Sie eindeutig entspannter aus dem Haus und starten besser in den Tag.

Das Wohnzimmer als Sammelbecken verschiedener Lebensräume

Im Wohnzimmer müssen mehrere Lebenräume Platz finden. (Quelle: fotolia)

Im Wohnzimmer müssen mehrere Lebenräume Platz finden. (Quelle: fotolia)

Im Wohnzimmer vereinen sich meist mehrere Lebensräume. Wenn es keinen separaten Raum dafür gibt, nutzen viele Menschen das Wohnzimmer nicht nur als Freizeit-, sondern gleichermaßen auch als Arbeitsraum. In vielen Fällen ist das Esszimmer ebenfalls im Wohnzimmer integriert. Es kann also vorkommen, dass gleich drei Ihrer Lebensbereiche in einem einzigen Raum aufeinanderstoßen – dabei sollten sie sich diese jedoch nicht überschneiden. Denn für Ihre Familie kann es ausgesprochen unbefriedigend sein, wenn Sie sich am Essenstisch beispielsweise immer wieder zum Schreibtisch herüberbeugen, um die neuen E-Mails zu kontrollieren. Daher ist es im Wohnzimmer wichtig, die dort versammelten Lebensräume deutlich voneinander abzugrenzen. Dies können Sie durch Barrieren – beispielsweise ein Bücherregal – herbeiführen, aber auch die Verwendung unterschiedlicher Farben erzielt diese Wirkung der Trennung. Daneben spielt auch das Licht im Raum eine wichtige Rolle. Im optimalsten Fall ist das Wohnzimmer als primärer Lebensraum gut ausgeleuchtet. Dies schafft nicht nur eine angenehmere Atmosphäre, sondern ist auch für Ihr geistiges Wohlbefinden wichtig. Dass die Lichtqualität Einfluss auf die Stimmung der Menschen hat, ist immerhin auch schon lange kein Geheimnis mehr. Ebenfalls sollten Sie das Wohnzimmer nicht zustellen. Nach der Feng Shui Lehre muss genug Platz vorhanden sein, damit das Chi ungehindert fließen kann. Allerdings lassen zu viele Möbelstücke in einem zu kleinen Raum diesen auch einfach beengend wirken – dies gilt übrigens auch für Pflanzen. Es sollte stets mehr freier Platz als lediglich nur ein Gang durchs Zimmer zur Verfügung stehen – zumal freier, ungenutzter Raum auch wieder dazu beiträgt, dass das Zimmer größer und vor allem auch gemütlicher wirkt.

Ein zentraler Bestandteil des Wohnzimmers ist die Sitzecke mit dem Sofa oder der Couch. Gerade diese Sitzmöglichkeit ist ein Ort der Entspannung. Hier können Sie in Ruhe ein Buch lesen oder fernsehen. Damit dies auch so bleibt, sollten Sie die Sitzgelegenheit so positionieren, dass die Rückenlehne direkt an einer Wand steht. So unwahrscheinlich es vielleicht auch sein mag, dass ein Einbrecher hinter Ihnen steht, wenn Sie es sich gerade auf der Couch oder dem Sofa gemütlich gemacht haben – es schafft dennoch ein Gefühl der Sicherheit, wenn Sie diese Möglichkeit erst gar nicht in Betracht ziehen müssen. Gleiches gilt übrigens für Fenster und Türen: Wenn Sie diese von Ihrer Position aus im Blick haben, fühlen Sie sich automatisch sicherer. Wenn es um Sitzecken geht, stehen Sie mittlerweile nicht mehr unbedingt in der Aufgabe, eine solche selbst zusammenzustellen. Es gibt L- und U-förmige Garnituren im Ganzen zu kaufen. Vorteilhafter für den Gemeinschaftssinn sind dabei jedoch ohne Zweifel U-förmige Sitzecken. Bei einem Sofa in L-Form kann es schnell passieren, dass sich Ihre Gäste, die an den Ecken sitzen, aus Unterhaltungen ausgeklammert fühlen. Bei U-Formen hat hingegen jeder jeden gleichermaßen im Blick.

Das Schlafzimmer als Erholungsoase

Auch wenn Sie Ihr Schlafzimmer in der Regel nur betreten und bewusst wahrnehmen, wenn Sie morgens aufstehen und abends ins Bett gehen, ist eine harmonische Wohlfühlatmosphäre hier besonders wichtig. Schließlich kommen Sie während des Schlafens wieder zu Kräften – eine Voraussetzung, damit Sie den folgenden Tag gut bewältigen können. Dabei ist die richtige Atmosphäre für einen guten Schlaf sehr wichtig. Bestimmt haben Sie schon einmal die Erfahrung gemacht, dass Sie an einem Ort, an dem Sie sich nicht wohl fühlen, auch nicht sonderlich gut schlafen können. Das fängt bei der Matratze an und hört beim Gesamteindruck des Zimmers auf.

Gerade Orthopäden betonen immer wieder, wie wichtig es ist, eine richtige Matratze zu besitzen. Daher sollten Sie beim Kauf einer solchen auf keinen Fall geizig sein. Eine Matratze, die eine gute Haltung beim Schlafen garantiert, ist einer Billig-Matratze unbedingt vorzuziehen. Sparen sollten Sie lieber an anderen Dingen. Sowohl Ihr Rücken als auch ihr Gemüt werden es Ihnen danken. Ebenfalls wichtig ist das Mobiliar. Aufeinander abgestimmte Möbelstücke erwecken ein harmonischeres Bild als wild zusammengewürfelte Schränke und Tische, und lenken auch weniger ab – was nur von Vorteil ist, wenn Sie ins Land der Träume abdriften möchten. Gleiches gilt für Kleidungsstücke und Wäsche. Hier gilt das Prinzip, das bereits beim Flur erläutert wurde: Auch das Schlafzimmer ist kein Lager. Kleidung sollten Sie immer so lagern, dass sie nicht in Ihr Blickfeld rückt. Daher sollten Sie Ihre Kleidungsstücke in einem geschlossenen Kleiderschrank aufbewahren. Für dreckige Kleidung gibt es zudem schöne Wäschetonnen in verschiedenen Größen und Farben, die Sie wunderbar in Ihre vorhandene Einrichtung integrieren können. Auch sehr wichtig für Ihren Schlaf ist, dass in der Nacht kein Licht in den Raum dringt. Nach Feng Shui hat dies etwas mit dem sogenannten Yin-Chi zu tun, was das nach innen Gekehrte ist, und in direkter Verbindung mit Schlaf steht. Dabei kann dieses nur bei Ruhe, Stille und Dunkelheit entstehen. Doch auch die Wissenschaft hat herausgefunden, dass die kleinsten Lichtquellen Ihren Schlaf stören. Sollten Sie also keine Rollläden haben, so eignen sich auch Vorhänge und Rollos sehr gut, um störendes Licht auszusperren. Außerdem können diese dem Zimmer auch das gewisse Etwas verleihen.

Regalbretter, Hängeschränke und schwere Bilderrahmen haben eindeutig nichts über dem Kopfende Ihres Bettes zu suchen. Egal wie gut diese an der Wand montiert sein mögen, Sie kommen letztendlich nicht von dem Gedanken weg, was Ihnen passieren könnte, wenn die Gegenstände doch einmal von der Wand fallen. Dies sorgt natürlich für Unruhe und fördert keineswegs den Prozess des Einschlafens – ganz im Gegenteil! Bei Schlafzimmern, die eine Dachschräge besitzen, ist es außerdem ratsam, das Bett so zu stellen, dass Sie nicht direkt auf die Schräge blicken. Das Zimmer wirkt ansonsten kleiner und natürlich auch beengender, als es in Wirklichkeit ist.

Die Küche als gemeinschaftlicher Arbeitsraum

Eine harmonische Küche ist wichtig für das Wohlbefinden. (Quelle: fotolia)

Eine harmonische Küche ist wichtig fürs Wohlbefinden. (Quelle: fotolia)

Gerade die Küche bietet die Gefahr der Abgrenzung. Während Sie in der Küche stehen und dafür sorgen, dass es bald etwas zu essen gibt, halten sich Ihre Familienmitglieder oder Freunde im Wohnzimmer auf. Dabei kann auch die Küche ein Gemeinschaftsraum sein. Sofern sie nicht all zu klein ist, passt immer ein Tisch mit mindestens zwei Stühlen hinein. Bereits die Anwesenheit dieser Möbelstücke kann dafür sorgen, dass Sie sich beim Kochen nicht alleine in der Küche aufhalten. Außerdem ist es auch schön, wenn Sie die Möglichkeit haben, sich zwischendurch einmal hinzusetzen. Etwas, was Sie aus einer Küche jedoch verbannen sollten, sind frei herumliegende Küchenutensilien. Natürlich sieht es toll aus, wenn Sie Kochlöffel, Schneebesen und Ähnliches in einem großen Metallbecher neben dem Herd oder an einer Leiste an der Wand aufbewahren, aber leider ist dies auch sehr unhygienisch. Daher sollten Sie Küchengeräte lieber in Schränken und Schubläden unterbringen. Stattdessen können Sie Pflanzen und Küchenkräuter auf die Fensterbänke oder Ablage stellen, um ein abwechslungsreicheres Bild zu erzeugen. Gleichermaßen sollten Sie den Mülleimer verstecken, der oft ein störendes Detail darstellt – ganz abgesehen von dem Geruch. Unter der Spüle finden Sie eigentlich immer genug Platz für einen Abfalleimer. Mittlerweile haben viele Küchen sogar integrierte Mülleimer – oft sogar mit einem Trennungssystem. Dies ist auf jeden Fall eine praktische Alternative zum normalen Standmülleimer in der Ecke. Bei der Küche sollten Sie auch auf scharfe Kanten bei Ihren Hängeschränken achten. Laut der Feng Shui Lehre bündelt sich an solchen Ecken und Kanten Chi in ungünstiger Weise. Aber auf scharfe Kanten zu achten, hat auch einen ganz pragmatischen Grund: Gerade beim Kochen haben Sie anderes im Kopf, als darauf zu achten, dass hier und da eine Kante ist, an der Sie sich stoßen könnten. So sollten Sie eine Schrankecke nicht über dem Spülbecken anbringen und die Dunstabzugshaube nicht zu niedrig über dem Herd platzieren. Alternativ können Sie auch einen Kantenschutz – beispielsweise aus Silikon – anbringen. Dies erspart Ihnen zumindest die ein oder andere Beule.

Das Badezimmer als Wellnessraum

Naturmaterialien machen sich gut im Badezimmer. (Quelle: istockphoto)

Naturmaterialien machen sich gut im Badezimmer. (Quelle: istockphoto)

Wenn das Badezimmer nicht nur ein Raum für zweckmäßige Handlungen ist, sondern auch ein Ort, an dem Sie sich gerne aufhalten, dann hat dies nur Vorteile für Sie: Morgens starten Sie besser in den Tag und abends bekommen Sie genügend Ruhe und Entspannung, um die Nacht genießen zu können. Das Gefühl des Wohlbefindens fängt dabei bereits bei den Farben an. Ein rotes Badezimmer wirkt ohne Zweifel ein wenig befremdlich. Nach der Feng Shui Lehre steht die Farbe als Symbol für das Element Feuer auch in Konkurrenz zum im Badezimmer dominierenden Element Wasser, was für Disharmonie sorgt. Dass dies aber auch mit der Charakteristik eines Badezimmers zusammenhängt, scheint nachvollziehbar. Besser sind also Farben wie Grün und Blau, die an Wasser erinnern. Aus diesem Grund bieten sich als Dekorationsmittel daher vor allem Grünpflanzen an – ob echte oder künstliche spielt keine Rolle. Sie schaffen Lebendigkeit und fördern eine angenehme Atmosphäre. Gleiches gilt übrigens für Steine und erfrischende Düfte. Damit Sie einen angenehmen Morgen erleben können, hilft es zudem, wenn Sie alle benötigten Gegenstände so nah wie möglich am Waschbecken lagern. So können Sie bei der morgendlichen Pflege ruhiger agieren, was auch eine vorbeugende Wirkung gegen strapazierte Nerven am frühen Morgen hat. Gegenstände, die Sie nicht täglich brauchen – beispielsweise Putzmittel, Müllbeutel oder Rohrreiniger –, sollten Sie hinter geschlossenen Türen aufbewahren. So stören diese nicht das harmonische Gesamtbild Ihres Badezimmers.

Kommentiere diesen Artikel

Copyright © 2017 Möbelherz. Impressum | Datenschutz | Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de