Farbe auf den Wänden – Teil 2: Farbspiele

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Weiß ist schon seit längerer Zeit nicht mehr die einzige Farbe, die an die Wand darf. Mittlerweile ist es zum Trend geworden, die eigenen Wände in jeder Farbe, die gerade gefällt, zu streichen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen intensiv knalligen Ton oder eine leichte Pastellfarbe handelt. Im zweiten Teil unserer Reihe „Farbe auf den Wänden“ erfahren Sie, welche Tipps Sie sich zu Herzen nehmen sollten, wenn Sie Ihre Wände farbenfroh gestalten wollen. Das Spiel mit den Farben kann nämlich ganz schön trickreich sein.

Die Eigenarten von bunten Farben

Wände in rot, blau oder auch grün zu streichen, ist nicht ganz so einfach wie bei weißer Wandfarbe. Der Hergang ist zwar größtenteils derselbe, doch es gibt viel mehr zu bedenken und zu beachten, damit zum einen das Endergebnis so wird, wie Sie es sich vorstellen, und Sie zum anderen nicht unnötig in Panik geraten. Bei intensiven Farbtönen wie einem knalligen Rot ist es beispielsweise ganz normal, dass Sie zwei Farbschichten auftragen müssen. Nach dem ersten Streichen wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine fleckige Wand zurückbleiben – ganz egal, wie akkurat Sie auch vorgegangen sind. Erst mit einem zweiten Farbauftrag werden Sie eine gleichmäßig deckende Farbschicht erzeugen können. Bei hellen Pastelltönen hingegen ist es wichtig, dass Sie die Wand vorher weiß Streichen. Bei bereits farbigen Wänden, die einen neuen Farbton verpasst bekommen sollen, ist dies ohnehin unabdingbar – aber auch bei vergrauten und vergilbten Wänden sollten Sie vorher eine weiße Farbschicht auftragen. Nur so wird der helle Pastellton die Farbigkeit und Gleichmäßigkeit erreichen, die Sie sich wünschen.

Einzelne Wände farbig streichen

Bei bestimmten Gestaltungsideen erleichtert Kreppband Ihnen die Arbeit enorm. (Quelle: fotolia)

Bei bestimmten Gestaltungsideen erleichtert Kreppband Ihnen die Arbeit enorm. (Quelle: fotolia)

Möchten Sie einen ganzen Raum – Wände inklusive Decke – in einer Farbe streichen, so genügt es, die gleichen Tipps zu beherzigen, die im ersten Teil dieser Serie für den Umgang mit weißer Wandfarbe beschrieben wurden. Allerdings ist es auch sehr beliebt, lediglich ein oder zwei Wände farbig zu gestalten, während die anderen Wände weiß bleiben. Um bei einer solchen Gestaltung saubere Ränder hinzubekommen, sollten Sie mit Kreppband arbeiten. Sie kleben einfach die Ecken der Wände ab, die weiß bleiben sollen – natürlich gilt dies auch für die Decke. So kreieren Sie saubere Abgrenzungen zwischen den unterschiedlich farbigen Wandflächen.

Auch wenn Sie nur bestimmte Bereiche ihrer Wände mit Farbe versehen möchten – beispielsweise Farbbalken kurz unter der Decke – arbeiten Sie am besten mit Kreppband. Umranden Sie die Fläche, die eingefärbt werden soll, einfach damit. Mit diesem Hilfsmittel bekommen Sie die Linien besonders gut hin. Allerdings sollten Sie für diese Art der Wandgestaltung auch die richtige Tapete haben. Je grober die Struktur der Tapete, desto ungeeigneter ist sie für solche farbigen Highlights. Durch eine grobe Tapetenstruktur entstehen Zwischenräume unter dem Kreppband, in die Farbe eindringen kann. So ist es nahezu unmöglich eine gerade Linie zu kreieren. Wenn Sie über eine solche Tapete verfügen, sollten Sie von kleineren farbigen Wandelementen lieber Abstand nehmen.

Lesen Sie auch den ersten und dritten Teil dieser Serie:
Farbe auf den Wänden – Teil 1: Grundlagen des Streichens
Farbe auf den Wänden – Teil 3: Kreative Streichtechniken

(Quelle Titelbild: fotolia)

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