Und es ward Licht: DIY Kerzen

Kerzen gießen titel

Kerzen stellen wunderbare Dekorationen dar. Im Sommer sorgen sie als Windlicht im Garten für ein harmonisches Ambiente und im Winter spenden sie innerhalb der vier Wände warmes Licht und lassen die Kälte, die draußen herrscht, vergessen. Auch während eines romantischen Abendessens dürfen Kerzen nicht fehlen. Sie bringen Romantik, Wärme, grundlegendes Wohlbefinden – und sie sind ganz einfach herzustellen. Sie müssen also nicht unbedingt in ein Geschäft gehen und Kerzen kaufen, um Ihre Wohnung in ein sanftes, natürliches Licht zu tauchen. Sie können sie einfach in der eigenen Küche selbst herstellen.

Die Materialien

Aus Teelichter kann man besonders gut eine neue, größere Kerze herstellen.

Aus Teelichter kann man besonders gut eine neue, größere Kerze herstellen.

Es braucht weder viel Aufwand noch viele Zutaten, um Kerzen selbst herzustellen. Das wichtigste Material ist natürlich Wachs. Dieses können Sie in Form von Wachspastillen in entsprechenden Fachgeschäften kaufen. Es gibt sie zudem in unterschiedlichen Farben, so dass sie auch farbige Kerzen herstellen können. Sie haben allerdings auch die Möglichkeit, zu re- beziehungsweise upcyclen. Dies können Sie tun, wenn Sie noch viele Kerzenreste von bereits genutzten Kerzen haben. Auch Teelichter, die es bekanntermaßen in 50er und 100er Packungen gibt, eignen sich sehr gut, um eine neue, große Kerze herzustellen. Hierfür müssen Sie das Wachs einfach aus der dünnen Metallform nehmen und es auseinanderbrechen, so dass Sie den Docht entfernen können. Ansonsten benötigen Sie auf jeden Fall noch einen Docht für die Kerze. Solche erhalten Sie ebenfalls in entsprechenden Fachgeschäften. Alternativ können Sie auch einen Baumwollfaden als Docht nehmen. Dieser muss allerdings aus 100% Baumwolle bestehen und sollte ein bis zwei Mal durch geschmolzenes Wachs gezogen werden. Dadurch brennt der Wollfaden besser. Auch ätherische Öle können beim Gießen einer Kerze zum Einsatz kommen. So stellen Sie gut riechende Duftkerzen her.

Alle Materialien auf einen Blick:

  • Wachspastillen, Teelichter oder Wachsreste
  • Docht oder Baumwollfaden aus 100% Baumwolle
  • Plätzchenausstechformen oder Dosen ohne Rillen (wenn die Kerze auf einen Untersetzer gestellt werden soll)
  • Glas, Tasse, Einmachgläser oder Metalldose (wenn die Kerze in einem Behälter abgebrannt werden soll)
  • Zahnstocher, Spieße, Bleistifte oder ähnliche längliche Gegenstände
  • Kochtopf
  • Metallschüssel
  • Ätherische Öle (für Duftkerzen)
  • Wachs schmelzen

    Wenn Sie das Wachs schmelzen, ist es wichtig, dass Sie dies in einem Wasserbad tun – denn das Wachs kann anfangen zu brennen, wenn Sie dieses direkt in einem Topf tun, der auf einer Herdplatte steht. Füllen Sie also einen Kochtopf mit Wasser und erhitzen Sie dieses. Wenn es anfängt zu sieden, können Sie die Metallschüssel, in die Sie das zu schmelzende Wachs getan haben, im Wasserbad versenken. Nun müssen Sie nur noch warten, bis das Wachs gänzlich flüssig geworden ist. Dann können Sie – wenn erwünscht – auch ein paar Tropfen des ätherischen Öls in das geschmolzene Wachs tröpfeln. Je intensiver die Kerze riechen soll, desto mehr Tropfen des Öls sollten Sie hinzugeben. Möchten Sie eine farbige Kerze herstellen, so sollten Sie auf Wachspastillen zurückgreifen, da bei Wachsresten Verunreinigungen auftreten können. Bringen Sie zunächst die weißen Wachspastillen zum Schmelzen. Erst dann können Sie ein paar der farbigen Wachspastillen hinzugeben. Auch hier gilt: Je mehr farbige Pastillen Sie hinzufügen, desto intensiver wird die Farbe. Allerdings ist es recht schwer, die endgültige Farbgebung am flüssigen Wachs zu erkennen. Beim Aushärten wird die Farbe automatisch stumpfer und pastellfarben, auch wenn das flüssige Wachs einen intensiven Farbton aufgewiesen hat.

    Kerze gießen

    Wenn das Wachs geschmolzen ist, hängt der nächste Schritt davon ab, was für eine Kerze Sie gießen möchten. Bei einer Kerze in einem Glas oder einer Metalldose ist ein anderes Vorgehen erforderlich als bei einer solchen, die lediglich auf einen Untersetzer gestellt wird. Die Vorgehensweise ist jedoch bei beiden Arten simpel und leicht umsetzbar.

    Mit der richtigen Technik ist das Gießen von Kerzen unkompliziert und simpel. (Quelle: fotolia)

    Mit der richtigen Technik ist das Gießen von Kerzen unkompliziert und simpel. (Quelle: fotolia)

    Möchten Sie eine Kerze gießen, die in einem Glas oder einer Dose abgebrannt wird, müssen Sie zunächst das geeignete Gefäß finden. Normale Gläser oder Einmachgläser, aber auch Tassen und Metalldosen bieten sich hierfür besonders gut an. Wichtig ist, dass das Gefäß aus einem Material besteht, das von dem heißen Wachs nicht beschädigt werden kann. Haben Sie ein geeignetes Gefäß gefunden, müssen Sie den Docht in diesem positionieren. Wickeln Sie das eine Ende um einen dünnen, länglichen Gegenstand – etwa einen Zahnstocher, Spieß oder Bleistift – den Sie ohne Probleme auf die Kanten des Gefäßes legen können, so dass der Docht innerhalb des Glases oder der Dose nach unten hängt. Bestenfalls sollte der Docht bis zum Boden des Gefäßes reichen. Alternativ können Sie auch einen Baumwollfaden nehmen, den sie ein oder zwei Mal durch das heiße Wachs ziehen. Dies sorgt dafür, dass der Faden richtig brennt. Die restliche Vorgehensweise ist dieselbe wie beim herkömmlichen Docht aus dem Fachgeschäft. Sind die Materialien hergerichtet, können Sie das flüssige Wachs vorsichtig in das Gefäß gießen und das Wachs dann trocknen lassen. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie nicht das gesamte Wachs verbrauchen. Eine kleine Menge wird später noch benötigt.

    Für Kerzen, die im Endeffekt nur auf einen Untersetzer gestellt werden, gibt es verschiedene Herangehensweisen. Sollen es große Blockkerzen werden, so können Sie so vorgehen, wie im oberen Absatz beschrieben. Wichtig ist in diesem Fall allerdings, dass die Dose, die Sie als Form benutzen, keine Rillen besitzt – sonst lässt sich die Kerze nicht aus der Form lösen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, so können Sie in einem Fachgeschäft auch eine bestimmte Flüssigkeit erwerben, die dafür sorgt, dass das Wachs nicht an der Form haften bleibt. Möchten Sie hingegen lieber kleine Kerzen herstellen, die auch bestimmte Formen aufweisen, können Sie mit Plätzchenausstecher arbeiten. Diese Kerzen werden zwar nicht sonderlich hoch, weisen dafür aber schöne Formen auf. So können Sie Kerzen in Stern-, Mond- oder auch Blütenform herstellen. Legen Sie dafür auf eine feste und glatte Unterlage Backpapier und drapieren Sie auf dieses die Ausstechformen, die Sie verwenden möchten. Aufgrund der niedrigen Höhe sollten Sie gekaufte Dochte nehmen, die an einem Ende einen Standfuß besitzen. Um den Docht zu fixieren, geben Sie eine kleine Menge des flüssigen Wachses in die Ausstechform, so dass der Boden bedeckt ist. Lassen Sie das Wachs antrocknen und drücken Sie dann den Standfuß des Dochtes in das weiche Wachs. Das andere Ende des Dochts befestigen Sie an einem Zahnstocher oder Spieß, der auf der Ausstechform aufliegen kann. So verhindern Sie, dass der Docht im Wachs versinkt. Aufgrund der niedrigen Höhe des Ausstechers sollten Sie das Wachs mit einem Esslöffel in der Form verteilen.

    Der letzte Schliff

    Es dauert ungefähr zehn bis zwölf Stunden, ehe das Wachs gänzlich ausgehärtet ist. Besonders bei den Kerzen, die in Gläsern oder Dosen gegossen wurden, werden Sie feststellen, dass sich das Wachs in der Mitte etwas abgesenkt hat. Um diesen Makel zu beheben, brauchen Sie das Wachs, das noch nicht verwendet wurde. Bringen Sie es erneut in einem Wasserbad zum Schmelzen und füllen Sie damit die abgesenkten Bereiche Ihrer Kerze auf. Dann muss auch dieses Wachs wieder ordentlich trocknen. Erst dann sollten Sie den Docht zurechtstutzen – ein bis zwei Zentimeter sollte er aus dem Wachs herausragen – und die Kerze bei Bedarf aus ihrer Gussform befreien. Danach können Sie Ihr Werk noch nach Lust und Laune dekorieren. Fertig ist Ihre selbstgegossene Kerze!

    (Quelle Titelbild: fotolia)

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