Selbstgemacht statt teuer gekauft: DIY-Bilder

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Nackte Wände sind ein Graus. Ohne irgendwelche Dekorationen oder Muster sehen sie nackt aus und wirken ungemütlich – egal mit welcher Farbe sie Sie auch anlächeln mögen. Dies liegt daran, dass große, eintönige Flächen grundlegend langweilig sind. Das Auge hat nichts, an das es sich festhalten kann. So kann es schnell passieren, dass Ihnen Ihre Wände bereits nach kurzer Zeit zum Hals raushängen. Glücklicherweise gibt es aber Möglichkeiten, dagegen etwas zu tun: Wanddekorationen. Die beliebtesten sind ohne Zweifel Bilder – egal, ob mit oder ohne Rahmen. Bevor Sie sich allerdings ein teures Bild und einen noch teureren Bilderrahmen kaufen, sollten Sie darüber nachdenken, ob Sie ihre Bilder nicht lieber selbst herstellen möchten. Das ist ganz einfach, sieht mit den richtigen Ideen toll aus und ist gewiss auch die kostengünstigere Alternative. Im Folgenden finden Sie ein paar Ideen, die sie umsetzen oder von denen Sie sich inspirieren lassen können.

Wenn aus Büchern Bilder werden

Sollten Sie alte Bücher haben, die Sie nicht mehr brauchen, dann schmeißen Sie diese nicht einfach weg. Vor allem, wenn es Bücher mit vielen Bildern oder Zeichnungen sind, können Sie daraus tolle Themenbilder für Ihre Wand machen. Dafür brauchen Sie nicht mehr als

• eine Leinwand
• Kleber oder Leim
• Bücher mit Bildern

Beispielsweise aus Botanik-Lexika lassen sich schöne Themenbilder machen. (Quelle: hitmeister.de)

Beispielsweise aus Botanik-Lexika lassen sich schöne Themenbilder basteln. (Quelle: hitmeister.de)

Besonders gut eignen sich für ein solches Projekt spezielle Lexika. Diese verfügen neben Beschreibungen in vielen Fällen auch über große Bilder, die über eine ganze Buchseite gehen. Haben Sie also beispielsweise ein Lexikon über Wildblumen, können Sie mit sehr wenig Aufwand ein Wildblumenbild für Ihre Wand basteln. Trennen Sie dafür einfach die Seiten, die Sie verwenden möchten, vorsichtig mit einem scharfen Messer aus dem Buch heraus. Danach kleben Sie die Bögen ordentlich neben- und untereinander auf die Leinwand. Achten Sie unbedingt darauf, dass sich dabei keine Blasen oder Falten bilden. Verwenden Sie für das Bild auch ruhig eine große Leinwand. Je mehr Buchseiten auf die Leinwand passen, desto besser sieht das Endergebnis aus. Machen Sie sich auch keine Sorgen darum, dass die Bilder aus den Büchern zusammengefasst nicht die gleiche Größe wie die Leinwand haben. Es sieht auch gut aus, wenn Sie ein Bild am Rand der Leinwand zurechtschneiden und es so nur noch halb zu sehen ist. Verwenden Sie dafür am besten eine Schneidemaschine, um möglichst gerade Ränder zu bekommen. Ein kleiner Tipp: Schneiden Sie bei den Bildern der ersten Reihe ein paar Zentimeter vom oberen Rand ab. Dies erzeugt ein harmonischeres Bild, wenn Sie auch die Buchseiten für die letzte Reihe kleiner schneiden müssen. Ist dies getan, müssen die aufgeklebten Papierbögen noch einmal fixiert werden, damit sich die Ecken irgendwann nicht lösen und abstehen. Streichen Sie dafür einfach noch einmal mit Leim über das gesamte Bild. Wenn der Kleber trocken ist, können Sie ihr selbstgemachtes Kunstwerk an Ihre Wand hängen.

Sollten Sie Themenbilder zu langweilig finden, können Sie auch Geschichtsbilder basteln. Die Vorgehensweise ist dieselbe, nur dass sie ein Kinderbuch mit Bildern verwenden. So können Sie beispielsweise die Geschichte und Illustrationen von Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ an Ihre Wand hängen. Allerdings müssen Sie hierbei darauf achten, dass auch die ganze Geschichte – oder zumindest ein ganzes Kapitel – genau auf die Leinwand passt. Hier bedarf es akribischer Planung und genauer Ausmessungen.

Schwebende Gegenstände an der Wand

Wenn Sie kleinere Bilder für Ihre Wände bevorzugen, dann könnte diese DIY-Idee etwas für Sie sein: Schwebende Gegenstände, gefangen in einem Bilderrahmen. Mit etwas Heißkleber können Sie zumindest einen solchen Effekt erzeugen. Dafür brauchen Sie lediglich

• einen tiefen Bilderrahmen mit Glasscheibe und Passepartout aus Holz
• eine Heißklebepistole
• Gegenstände, die Sie schweben lassen möchten

Welche Gegenstände Sie benutzen, ist gänzlich Ihnen überlassen. Sie können Steine, Muscheln, alte Pennys, Knöpfe und noch vieles mehr nehmen, das bei Ihnen noch irgendwo herumliegt und nicht mehr gebraucht wird. Haben Sie eine Wahl getroffen, dauert es auch nicht mehr lange bis zum fertigen Bild. Nehmen Sie sich einfach die Glasscheibe des Bilderrahmens und legen Sie ihre Gegenstände so zurecht, wie sie auch später an Ihrer Wand schweben sollen. Danach kleben Sie die Gegenstände mit dem Heißkleber an dem Glas fest. Ist der Kleber getrocknet, müssen Sie im Grunde nur noch die Elemente des Bilderrahmens wieder zusammenstecken. Aber Achtung: Hier liegt das Passepartout nicht hinter der Glasscheibe, sondern zwischen dieser und dem Rahmen! So sieht man hinter dem Glas lediglich Ihre blanke Wand – und es scheint, als würden Ihre ausgewählten Gegenstände schweben.

Eine Hommage an die digitale Welt

Wenn Sie von Ihrem letzten Umzug noch Musterbücher oder –karten besitzen oder noch Geschenkpapier übrig haben, dann können Sie diese Überbleibsel recyceln, statt sie zu entsorgen: Sie können damit wunderbare Pixelbilder herstellen. Welche Größe die Bilder haben, ist dabei gänzlich Ihnen und der Menge an vorhandenem Material überlassen. So können Sie ein großes Bild für Ihre Wohnzimmerwand oder nur eine kleine Patchwork-Kreation für ihren Schrank oder Beistelltisch entwerfen. Mit nur wenigen Utensilien können Sie dieses Projekt in Angriff nehmen:

• Geschenkpapier oder Musterbücher/-karten
• Papier oder Pappe als Untergrund
• Kleber

Ein Pixelherz ist ganz einfach zu gestalten.

Ein Pixelherz ist ganz einfach zu gestalten.

Zuerst müssen Sie Ihre Pixel ausschneiden. Dafür schneiden Sie Ihr Geschenkpapier oder die Musterkarten zu gleichgroßen Quadraten. Wie groß diese Quadrate sind, hängt davon ab, wie groß Ihr Bild letztendlich werden soll. Je größer das Bild, desto größer können auch die Quadrate sein. Wenn Sie dies getan haben, müssen Sie sich ein Motiv überlegen. Ein beliebtes Motiv ist beispielsweise ein Herz. Ein solches können Sie mit Pixeln auch ganz einfach gestalten:

Fangen Sie unten mit einem Quadrat an. Eine Reihe darüber folgen drei weitere Quadrate, dann fünf und dann noch einmal sieben Quadrate. Die Reihe mit den sieben Quadraten wiederholen Sie noch zwei Mal. Wenn Sie dies getan haben, fehlen nur noch die Höcker des Herzens. Dafür brauchen Sie noch vier weitere Quadrate, die Sie über das zweite und dritte sowie fünfte und sechste Quadrat Ihrer letzten Pixelreihe anbringen. So leicht kreieren Sie ein Pixel-Herz!

Wenn Sie sich Ihr Motiv mit Ihren Pixel zurecht legen, achten Sie darauf, dass keine Quadrate derselben Farbe direkt neben- oder untereinander liegen. Wenn Sie sich dann noch auf unterschiedliche Farbnuancen und nicht auf verschiedene Farben konzentrieren, erhalten Sie ein schönes, harmonisch wirkendes Gesamtbild. Sind Sie mit Ihrem Motiv zufrieden, können Sie anfangen, die Quadrate auf den von Ihnen gewählten Untergrund zu kleben. Verwenden Sie dafür am besten einen herkömmlichen Prittstift. So ist die Gefahr, dass Kleberreste sichtbar werden, gering. Haben Sie diesen Schritt hinter sich gebracht, können Sie Ihr Pixelbild einrahmen und an eine gewünschte Stelle Ihrer Wohnung hängen oder aufstellen.

(Quelle Titelbild: hitmeister.de)

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