Wandteller: Altes kommt wieder in Mode – mit frischeren Motiven

WandtellerTitel

Vielleicht kennen Sie sie noch: Diese kitschigen Teller mit Blümchenmotiven oder Abbildungen von kleineren Gesellschaften, meist einer Familie. Als Kind hat man sich gefragt, was das soll – immerhin sind Teller doch dafür da, um davon zu essen. Und wirklich schön fand man diese Wandteller auch nicht. Irgendwie gehörte es dann doch immer zu dem Kitsch, den man selbst auf keinen Fall haben wollte. Die Zeiten haben sich jedoch definitiv geändert: Wandteller sind momentan wieder ein absoluter Hit! Aber keine Angst: Es ist keine Pflicht, die alten Motivteller von Oma zu benutzen. Frische Motive und moderne Designerteller sind ohnehin viel angesagter.

Kreative Zusammenstellung oder vielfältige Einheit?

Es müssen nicht die alten Wandteller von Omi sein - können es aber! (Quelle: fotolia)

Es müssen nicht die alten Wandteller von Omi sein – können es aber! (Quelle: fotolia)

Wenn Sie einmal ausprobieren möchten, wie Ihre Wände mit Tellern aussehen, haben Sie die Qual der Wahl. Es gibt nämlich die verschiedensten Möglichkeiten, Wandteller zu kleinen Kunstwerken zusammenzustellen – ein einziger, vereinsamter Teller macht dann doch keine so gute Figur. Es sieht immer schöner aus, wenn gleich mehrere Stücke an der Wand hängen und manchmal ist dies sogar dringend notwendig – wie Sie später noch erfahren werden.

Zum einen haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Teller an Ihrer Wand anzubringen. Wie Sie die Schmuckstücke positionieren, ist dabei gänzlich Ihrer Fantasie und Kreativität überlassen. Sie können die Teller in einem Kreis oder auch in unspezifischen Formen anordnen. Wenn Sie ein wenig Inspiration benötigen, so schauen Sie beispielsweise doch einmal, welche Sternbilder es gibt. Welche Größe die Teller haben, ist völlig egal. Auch unterschiedlich große Teller wirken im Zusammenspiel sehr schön. Gleichermaßen ist es gänzlich Ihnen überlassen, ob die Teller farblich zusammenpassen oder einen kunterbunten Mix ergeben. Selbst weiße Teller auf einer weißen Wand können sehr hübsch aussehen, wenn Sie sie richtig in Szene setzen – beispielsweise mit bunten Bändern. Eine Möglichkeit, Bänder in Ihr Wandtellerkunstwerk zu integrieren, wäre, die Teller mit den Bändern zu verbinden. Ob dies vertikal, horizontal oder kreuz und quer geschieht, ist wiederum Ihnen und Ihrem ästhetischen Empfinden überlassen.

Die zweite Möglichkeit, Wandteller zu präsentieren, ist eine Puzzlevariante. Alle Teller ergeben dabei zusammen ein einziges Bild. Die einzelnen Teller agieren wie Puzzleteile, weil sie mit einzelnen Partien des Gesamtbildes bestückt sind. Nur wenn Sie diese richtig anordnen, offenbart sich Ihnen auch ein konkretes Bild – beispielsweise die Gestalt einer Katze, die mit einem Wollknäuel spielt. Solche Wandtellerkreationen können Sie natürlich von entsprechenden Künstlern und Designern erwerben – es sei denn Sie wollen selbst künstlerisch tätig werden.

Do-It-Yourself-Wandteller

Wandteller können wunderbar mit einem Pinsel bemalt werden. (Quelle: fotolia)

Wandteller können wunderbar mit einem Pinsel bemalt werden. (Quelle: fotolia)

Wenn Sie Wandteller nicht kaufen möchten, dann können Sie diese auch einfach selbst machen. Dafür brauchen Sie lediglich weiße Teller und Porzellan- beziehungsweise Keramikfarbe. Je nachdem ob Sie Farbstifte oder flüssige Farbe verwenden möchten, benötigen Sie natürlich auch einen Pinsel. Für das Bemalen von Tellern eignen sich dünne Pinsel besonders gut. So gelingen Ihnen auch feine Linien mühelos, wenn sie kleinere oder kompliziertere Motive auf Ihren Teller bringen möchten. Ob Sie lieber mit einem Stift oder einem Pinsel arbeiten, ist für das Endergebnis unerheblich. Verwenden Sie das Werkzeug, mit dem Sie am besten zurechtkommen.

Bei den Tellern müssen Sie darauf achten, ob diese eine Glasur haben oder nicht. Auf beschichteten Tellern können Sie Malfehler ganz einfach mit einem feuchten Tuch wegwischen. Bei Tellern ohne Glasur ist dies nicht möglich. Die Keramik nimmt die Farbe zu schnell auf. Daher ist es ratsam, mit bereits beschichteten Tellern zu arbeiten. So ersparen Sie sich im Nachhinein auch einen Arbeitsschritt: Unbeschichtete Teller müssen nach dem Bemalen noch mit einer Glasur versehen werden.

Wie Sie Ihren Teller letztendlich gestalten, ist vollends Ihrer Fantasie und Kreativität überlassen. Ob abstrakte Kunst oder ausgeklügelte Motive – Sie haben die absolute Freiheit. Wenn Sie ein bestimmtes Bild im Sinn haben, das eine gewisse Portion Präzision benötigt, so können Sie dieses auch mit einem Bleistift vorzeichnen. Wenn die Porzellan- beziehungsweise Keramikfarben getrocknet sind, lassen sich solche Hilfslinien ganz leicht wieder wegradieren.

Ist ihr Teller nun fertig bemalt, muss die Farbe in den Teller eingebrannt werden. Je nach verwendeter Farbe, geschieht dies auf unterschiedliche Weise. Grundsätzlich muss ein Teller auf 800 Grad erhitzt werden, damit die Farbe dauerhaft am Teller bleibt. Erst bei dieser Temperatur weicht die Glasur auf. Beim Abkühlen wird die Farbe dann von der trocknenden Glasur umschlossen. Allerdings gibt es Farben, die laut Hersteller auch bei 160 bis 180 Grad im Backofen eingebrannt werden können. Achten Sie auf die Hinweise auf der Verpackung der von Ihnen gekauften Farbe. Dort finden Sie auf jeden Fall konkrete Angaben, wie Sie den Teller behandeln müssen, damit die Farbe nicht mehr abgeht.

Kinderleichte Befestigung

Wenn Ihr Teller nun fertig ist, müssen Sie diesen nur noch an der Wand anbringen. Hierfür können Sie in gut ausgestatteten Deko-Geschäften Wandtellerhalter kaufen. Da solche ihren Teller umgreifen, müssen Sie beim Kauf eines solchen Wandtellerhalters auf die benötigte Größe achten. Wandtellerhalter weisen eine Schlaufe auf, mit der Sie Ihr kleines Kunstwerk dann einfach an einen Nagel hängen können. Eine alternative Möglichkeit wären Aufhänger, die Sie in jedem Baumarkt finden und einfach auf die Rückseite Ihres Tellers kleben können. Auch so findet Ihr Teller einen sicheren Halt an Ihrer Wand. Probieren Sie es auch und schmücken Sie ihre Wände mal mit etwas anderem als einfach nur normalen Bildern.

(Quelle Titelbild: istockphoto)

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